Doğan Akhanlı  wurde 1957 in Şavşat (Provinz Artvin, Türkei) geboren. Nach einer kurzen Inhaftierung 1975 wegen des Kaufs einer linksgerichteten Zeitschrift begann er sich politisch zu engagieren. Nach dem Militärputsch in der Türkei 1980 ging er in den Untergrund, 1985 bis 1987 saß er als politischer Häftling im Militärgefängnis von Istanbul. 1991 floh er nach Deutschland. Seit 1995 lebt er als Schriftsteller in Köln. In seinen Romanen, in Aufsätzen und Interviews sowie in Projekten setzt Doğan Akhanlı sich immer wieder für den wahrhaftigen Umgang mit historischer Gewalt und für die Unteilbarkeit der Menschenrechte ein. 2010 wurde er bei der Einreise in die Türkei wegen angeblicher Beteiligung an einem lang zurückliegenden Raubüberfall verhaftet. Er ist Mitglied in der internationalen Schriftstellervereinigung PEN.

Bei unserem Jour fixe am 13.02.2011 sprach er über seine politische Einstellung und seine Inhaftierung in der Türkei, die politisch großes Aufsehen erregt hatte.