Beate Heine, seit der Spielzeit 2017/2018 Chefdramaturgin am Schauspiel Köln, wurde in Hamburg geboren und war nach Abschluss ihres Studiums der Theaterwissenschaft, Germanistik und Romanistik an der Freien Universität Berlin zunächst als Autorin und Journalistin u. a. für den „Tagesspiegel“ und „Die Welt“ in Berlin und Paris tätig. Außerdem arbeitete sie als Dramaturgin am Théâtre de Bobigny und am Théâtre de L’Odéon in Paris. Mitte der neunziger Jahre kehrte sie nach Deutschland zurück. In Berlin entwickelte sie als Dramaturgin und Regisseurin mit dem Dirigenten und Komponisten Christian von Borries für die Reihe „Musikmissbrauch“ zahlreiche Projekte und Opern an den Sophiensälen und der ehemaligen Staatsbank der DDR in Berlin. 1998 engagierte sie Matthias Lilienthal als Dramaturgin an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz unter der Leitung von Frank Castorf, wo sie Projekte mit René Pollesch, Nicolas Stemann und Tim Staffel entwickelte. Nach Stationen am Bremer Theater und am Maxim Gorki Theater Berlin, wo sie zudem als Regisseurin „Die Reise nach Petuschki“ von Wenedikt Jerofejew in Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Joachim Meyerhoff inszenierte, holte sie Thomas Ostermeier 2002 an die Schaubühne am Lehniner Platz. Mit Ostermeier arbeitete sie u. a. bei seinen Inszenierungen von Ibsens „Nora“, von „Der Würgeengel“ nach Luis Buñuel und Wedekinds „Lulu“ zusammen. 2005 ging sie ans Schauspiel Hannover unter der Intendanz von Wilfried Schulz, hier war sie bis Ende der Spielzeit 2008/2009 Chefdramaturgin. Von der Spielzeit 2009/2010 bis Sommer 2015 war Beate Heine Chefdramaturgin amThalia Theater in Hamburg. Hier arbeitete sie u. a. mit den Regisseuren Dimiter Gotscheff, Luk Perceval, Jan Bosse, Antú Romero Nunes, Eirik Stubø, Bastian Kraft und Christopher Rüping zusammen. Zuletzt war Beate Heine stellvertretende Intendantin und Chefdramaturgin am Staatsschauspiel Dresden.

Beim jour fixe am 10.09.2017 sprach sie über ihre ersten Eindrücke von Köln, ihre Ideen und Pläne für das Schauspiel Köln und die gesellschaftspolitische Rolle von Theater.