Leiko Ikemura wurde am 22.08.1951 in Tsu, Japan geboren. Mit 21 Jahren verließ Ikemura ihre Heimat und studierte in Granada und Sevilla Bildhauerei und Malerei. Ihre ersten von ihr als gültig betrachteten Gemälde entstanden 1980, es sind lebhafte, vitale, irritierende und manchmal märchenhafte Bilder, in denen die Künstlerin von menschlichen Träumen, Kämpfen und Konflikten erzählt. Im Jahr 1983 stellte sie erstmals mit einer Einzelausstellung im Bonner Kunstverein öffentlich aus. Die Künstlerin sieht sich selbst als Grenzgängerin, die zwischen der japanischen und der abendländischen Kultur vermitteln möchte. Anfang der 90er Jahre kristallisiert sich die weibliche Figur als Hauptthema für die folgenden Jahre heraus. Dabei tragen die in dünnflüssig lasierender Farbe gemalten Figuren niemals individuelle Züge. 1991 wurde sie als Professorin für Malerei an die Universität der Künste in Berlin berufen. Seit 2014 ist sie Professorin an die Joshibi Universität für Kunst und Design, Kanagawa, Japan.

Bei unserem jour Fixe am 15.04.2007 sprach sie über die Ausstellung einiger ihrer Werke bei der Art Cologne 2007.