Milo Rau wurde am 25. Januar 1977 in Bern geboren und ist ein Schweizer Regisseur, Theaterautor, Journalist, Essayist und Wissenschaftler. Er wurde mit dem Schweizer Theaterpreis 2014 ausgezeichnet und ist aktuell der prominenteste Vertreter des „Reenactment“, eines der packendsten und eindringlichsten Formate des zeitgenössischen, politischen Theaters. International bekannt wurde er 2009/2010 mit dem Stück „Die letzten Tage der Ceaucescus“. Es war ein inszeniertes Nachspielen der Verurteilung und Hinrichtung des rumänischen Herrscherpaares in originalgetreu nachgebauten Kulissen und gespielt von 16 rumänischen Schauspielern. Eine Inszenierung, bei der „Wirklichkeit und Theater nicht mehr auseinander zu halten“ waren. Sie löste nicht nur eine intensive Auseinandersetzung mit der rumänischen Geschichte sondern auch die Frage nach der Freiheit der Kunst aus.

Im KunstSalon erklärte Rau am 23.11.2014, warum genau diese Freiheit für ihn und seine Arbeit unabdingbar ist.