Der amerikanische Tänzer und Choreograph Richard Siegal ist Gründer und künstlerischer Leiter von „The Bakery“ (2006) und „Ballet of Difference“ (2016). Zwischen 1997 und 2004 tanzte er im Ensemble des Ballett Frankfurt unter der Leitung von William Forsythe. Von 2005 bis 2015 war er Associated Artist bei The Forsythe Company. Seit 2010 ist er Artist in Residence am Muffatwerk München. Zudem ist er ein MacDowell Fellow und Ehrenmitglied des Bolschoi Balletts Benoit de la Danse.

Siegal arbeitete als Choreograph für das Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, das Bennington College (Vermont, USA) und das Baryshnikov Arts Center (New York City, USA). Er kreierte unter anderem für das Ballett Frankfurt, das Ballet National de Marseille, die Göteborg Danskompani, das Bayerische Staatsballett und die São Paulo Dance Company.

Seine innovativen Projekte, bei denen Siegal immer wieder mit Architekten, Industriedesignern und Modedesignern zusammenarbeitet, stellte er auf Festivals in der ganzen Welt vor und wurde hierfür mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem New York Dance and Performance Bessie Award, dem S.A.C.D. Prize, dem Deutschen Theaterpreis Der Faust und dem Münchner Tanzpreis 2013.

Seit 2017 kooperiert Richard Siegal mit seiner Kompanie „Ballet of Difference“ mit den Bühnen Köln und Tanz Köln. Die zunächst auf drei Jahre angelegte Kooperation und künstlerische Partnerschaft erfolgt in mehreren Schritten. Bereits im Jahr 2017 entstand die erste Produktion von „Richard Siegal / Ballet of Difference“ als Koproduktion mit Tanz Köln: MY GENERATION war am 14. Juli 2017 im Rahmen der internationalen Tanzgastspiele von Tanz Köln im Depot des Schauspiel Köln zu sehen sein. In der Spielzeit 2017/18 wird die Zusammenarbeit intensiviert: der Triple-Bill-Abend ON BODY wird städte- und länderübergreifend zu gleichen Teilen in München und Köln geprobt und am 22. Februar 2018 am Schauspiel Köln uraufgeführt.

Im jour fixe am 18. Februar 2018 spricht Richard Siegal mit Hanna Koller, Kuratorin der Tanzgastspiele an den Bühnen Köln, und dem Journalisten Thomas Linden über seine Arbeitsweise sowie über den Modellcharakter und die Vision der Kooperation mit den Bühnen Köln.

 

FOTO: Luis Alberto Rodriguez