Volker Kutscher (*1962 in Lindlar) wuchs in Wipperfürth auf. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte arbeitete er zunächst als Tageszeitungsredakteur. Seinen ersten Kriminalroman »Bullenmord« schrieb er 1996 zusammen mit Christian Schnalke. Nach weiteren, im Bergischen Land angesiedelten Regionalkrimis begann Kutscher im Jahr 2007 mit dem Roman »Der nasse Fisch« seine Serie um den Kriminalkommissar Gereon Rath im Berlin der 1930er Jahre. 2009 folgte der zweite Band »Der stumme Tod«, 2010 der dritte Rath-Krimi »Goldstein«, 2012 »Die Akte Vaterland«, 2014 »Märzgefallene« und 2016 schließlich »Lunapark«. Weitere Bände sind in Planung. Die Reihe soll den Ermittler Gereon Rath bis ins Jahr 1936 führen und vielleicht auch darüber hinaus. In den vergangenen Jahren veröffentlichte Kutscher in Zeitschriften und Anthologien auch einige Kurzgeschichten, die im Gereon-Rath-Kosmos angesiedelt sind: »Alex« (in Jan Seghers‘ Krimi-Anthologie »Der Tod hat 24 Türchen«, 2008), »Bescherung« (in Gisa Klönnes »Fürchtet euch nicht«, 2009), »Gute Beziehungen« (StadtAnsichten #38, Oktober 2010), das »Märchen mit Zündhölzern« (SZ-Magazin #51 2010, 23. Dezember 2010, wiederveröffentlicht in Jan Costin Wagners Anthologie »Totenstille Nacht«, 2012), »Plan B« (Welt am Sonntag, 14. Oktober 2012 und in der Anthologie »Mord am Sonntag«, 2012) sowie »Dortmunder Osterfeuer« und »Gelsenkirchener Romanze« (in den »Mord-am-Hellweg-Anthologien« 2012 bzw. 2014). Für seine Rath-Romane erhielt Kutscher den Berliner Krimipreis Reinickendorfer Krimifuchs. Sein Roman »Der stumme Tod« wurde mit dem Burgdorfer Krimipreis ausgezeichnet, »Die Akte Vaterland« mit dem Krimi-Blitz, dem Publikumspreis des Online-Magazins Krimi-Couch. Volker Kutscher lebt mit seiner Familie in Köln.

Bei unserem jour fixe im April 2017 sprach Volker Kutscher mit der Historikerin und Journalistin Dr. Maren Gottschalk über die historische Einordnung seiner Bücher, seine Recherchearbeit in Berlin beispielsweise in der Zeitungsabteilung der ehemaligen Preußischen Staatsbibliothek, den „naiven Blick“ der Protagonisten seiner Werke, die Parallelen der damaligen zur heutigen Zeit und den Gegensatz von Recht und Gerechtigkeit.