Der 2. Preisträger des KunstSalon-Choreografie-Preises steht fest: Guy Marsan hat die Jury überzeugt!

By Sarah Wiechers Mai 31, 2016

Sechs Choreografen und Choreografinnen haben in der letzten Woche im Rahmen der new talents – biennale cologne den Tanzparcours „Stadt-Tanz-Fluss“ bespielt: Özlem Alkis, Tim Čečatka, Marja-Leena Hirvonen, Patricia Mai, Guy Marsan und Bianca Mendonça haben im öffentlichen Raum 5-8 minütige Performances gezeigt – immer mit mindestens einem nicht-Profitänzer, denn so sieht es die Vorgabe vor. Dabei wurden ganz unterschiedliche Orte choreografisch gestaltet: der Tanzparcours erstreckte sich von der Kirche St. Michael über das DuMont-Carré bis zum Rheinufer.

Die aus sechs Tanzexperten bestehende Jury entschied sich für Guy Marsan, frankokanadischer Performer, Tänzer, Theaterkünstler und Choreograf, der mit einer Performance in der U-Bahn-Station Apellhofplatz überzeugte. Das Stück „All work, no play“ beschäftigt sich mit der täglichen Routine und dem Thema Arbeit als soziale Choreografie und transformiert gleichförmige Alltagsszenen in spielerischen Tanz. Die Idee, Tanz im öffentlichen Raum zu zeigen und so auch ein nicht-tanzaffines Publikum zu erreichen, ist in diesem Stück besonders gelungen und lässt ein beeindruckendes Bild entstehen: das Stück zur Arbeit trifft auf Menschen im wahren Lebensalltag – im Feierabendverkehr.

Der KunstSalon-Choreografie-Preis wurde am Freitag, 27. Mai 2016 von Andreas Schmitz, Vorsitzender der KunstSalon Stiftung, an Guy Marsan feierlich überreicht. Der Preis umfasst einen Produktionszuschuss für die Erarbeitung eines neuen Stücks in Höhe von 5.000 €, ein Probenstipendium im Quartier am Hafen Köln, Profitraining mit dem MichaelDouglas Kollektiv sowie die Unterstützung einer Aufführung im Rahmen des tanz.tausch – tanz- und performance-Festivals in Köln. Das Preisgeld wird von der KunstSalon Stiftung bereitgestellt.

Jurymitglieder: Douglas Bateman | Mia Sophia Bilitza | Suheyla Ferwer | Ludwig Kuckartz | Melanie Suchy | Mechtild Tellmann |