Spielzeit 2009/2010
22. Juni 2010 Theatergespräch mit Götz Leineweber
Götz Leineweber berichtete den Schauspielfreunden bei einem Theatergespräch im Erfrischungsraum vom diesjährigen Berliner Theatertreffen, das vom 7. bis zum 24. Mai stattfand. Das Schauspiel Köln war als einziges Theater mit drei Inszenierungen eingeladen und ging mit dem Horváth-Stück „Kasimir und Karoline“ (Regie: Johan Simons, Paul Koek), dem Scola-Drama „Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen“ (Karin Beier) sowie Elfriede Jelineks „Die Kontrakte des Kaufmanns. Eine Wirtschaftskomödie“ (Nicolas Stemann) in das Festival, für das die Jury die 10 bemerkenswertesten deutschsprachigen Inszenierungen ausgewählt hatte. Götz Leineweber berichtete sehr engagiert und informativ über die verschiedenen Aufführungen der Kölner Produktionen, über die damit verbundenen logistischen Herausforderungen, über die Reaktionen des Publikums an den immer sehr gut besuchten Abenden sowie über Treffen und Gespräche nach den Aufführungen.
2. Juni 2010 - Fahrt zu den 35. Mülheimer Theatertagen "Stücke"
Im Juni unternahmen die Freunde des Schauspiel Köln zum zweiten Mal einen gemeinsamen Theaterbesuch außerhalb der Bühnen Köln. Das Stück „faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete“, geschrieben von dem österreichischen Autor Ewald Palmetshofer, ist „keine tiefschürfende Konfrontation mit Goethes Faust“ (Deutschlandradio). Stattdessen geht es um drei Paare der „Generation 30“, die im Rückblick ihre Geschichte erzählen und dabei wechselnd den Part von Heinrich (Faust) und Gretchen übernehmen. Am Ende hat sich Grete fast umgebracht und Heinrich es nicht einmal mitbekommen. Die Mühlheimer „Stücke“ zeigten das Drama in der schnellen und schwungvollen Inszenierung von Felicitas Brucker am Schauspielhaus Wien. Nach der Vorstellung hatten die Gäste die Möglichkeit zum Gespräch mit dem gastierenden Ensemble und dem Autor. Ein spannender Theaterabend!
23. April 2010 - 2. Kölner Theaterdinner
Am 23. April 2010 hatten die Gäste des Theaterdinners die Möglichkeit, das Schauspiel Köln auf ganz besondere Art zu erfahren: Bei einem gemeinsamen Dinner mit dem Ensemble auf der dekorierten Bühne und einem eigens für diesen Abend zusammengestellten Programm des Schauspiel Köln. Mit Ihrer Teilnahme leisteten die Gäste auch einen wichtigen Beitrag für die Arbeit des Theaters. Auf Initiative einer Gruppe unserer Freunde des Schauspiel Köln wurde ein Förderprojekt zur Entstehung neuer zeitgenössischer Theaterstücke und deren Uraufführung am Schauspiel Köln ins Leben gerufen. Diesem Projekt werden die Erlöse des Abends zugeführt. Impressionen des Abends finden Sie hier.
15. April 2010 - Exklusive Einführung in Anna Viebrocks neue Inszenierung "Wozuwozuwozu" mit dem Dramaturgen Götz Leineweber
Nach „Der letzte Riesenalk“ in der Spielzeit 2008/09 wurde am 16. April Anna Viebrocks neue Inszenierung „Wozuwozuwozu“ am Schauspiel Köln uraufgeführt. Basierend auf Heinrich Bölls zersplittert komponiertem Roman „Billard um halb zehn“ sorgt die Regisseurin und Bühnenbildnerin Anna Viebrock mit ihrem unverwechselbaren Stil wieder für einen beeindruckenden Theaterabend. Einen Tag vor der Uraufführung gewährte Götz Leineweber den Freunden des Schauspiel Köln während einer exklusiven Einführung spannende Einblicke in die Entstehung dieser Inszenierung. Die Handlung von „Billard um halb zehn“ spielt im Jahr 1958, dem Jahr, in dem die alte Kölner Oper am Habsburgerring abgerissen wurde. An einem Tag im selben Jahr kulminiert während der Vorbereitung der Geburtstagsfeier des Architekten Heinrich Fähmel das Schicksal seiner Kölner Familie. Verschiedene Geschehnisse aus der Vergangenheit dringen an die Oberfläche: Der Großvater baut die Abtei, der Sohn sprengt sie während des Zweiten Weltkriegs und der Enkel soll sie nach dem Krieg wiederaufbauen - das bestgehütete Geheimnis der Familie Fähmel? Im Gespräch mit Götz Leineweber lernten die Schauspielfreunde Details über die Konstruktion des Romans und des Bühnenbildes sowie die Rolle von Musik und Bildern im Stück kennen. Eine überraschende Einladung zur Generalprobe rundete die Vorbereitung auf das Stück ab!
14. Januar 2010 - Einführung "Dantons Tod" mit Jan Hein und Laurent Chétouane
Zwei Tage vor der Premiere hatten die Schauspielfreunde die Gelegenheit, an einer exklusiven Einführung in die Inszenierung von Laurent Chetouane teilzunehmen. Das Interesse war dementsprechend groß: rund 30 Mitglieder wollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Und es hat sich wirklich gelohnt: Jan Hein brachte überraschend Laurent Chétouane mit, so dass die Einführung als Gespräch mit dem Regisseur ablief. Authentischer konnte die Einführung also nicht sein.
Chétouane stellte eindrucksvoll seine Konzeption dar, machte deutlich, dass ihn vor allem die menschliche Dimension an Danton interessiert, seine Verzweiflung und sein Überdruss an der Revolution und sein Versuch, ein Stück Hoffnung für die Zukunft aus der Entwicklung eines „Wir-Gefühls“ heraus zu entwickeln. Der menschlich einsame rigorose Tugendwächter Robespierre interessiert ihn als Person kaum. Der Prototyp des fixierten Ideologen ist deshalb zwar im Hintergrund immer präsent, tritt aber nur einmal auf.
Deutlich wurde auch, wie stark Chétouane dem Tanz und der Choreografie verbunden ist. Deshalb werden alle Frauen von Tänzerinnen dargestellt, bei denen die Sprache gegenüber der Körperlichkeit zurück tritt. Und auch bei den Schauspielern sollen choreografierte Bewegungen die gedankliche Auseinandersetzung unterstreichen.
Insgesamt war es ein eindrucksvoller Einblick in die Gedankenwelt und die Arbeitsweise von Laurent Chétouane, eine hervorragende Vorbereitung auf die Premiere!
01. Dezember 2009 - Nachgespräch zu „König Lear“ mit dem Dramaturgen Jan Hein
Die Premiere von Karin Beiers Inszenierung „König Lear“ liegt bereits einige Zeit zurück und viele Mitglieder des Freundeskreises haben das Stück inzwischen gesehen, das einige Fragen aufgeworfen und Begeisterung geweckt hat, aber auch Diskussionsbedarf entstehen ließ. Nun hatten die Freunde des Schauspiel Köln die exklusive Gelegenheit, Jan Hein, einem Dramaturgen des Stücks, in gemütlicher Runde im Erfrischungsraum ihre Fragen zu stellen. Jan Hein beschrieb in diesem intensiven Gespräch die Entstehung des Stücks und beantwortete Fragen zu den Besonderheiten der Doppelbesetzung, zum Geschlechter- und Generationenkonflikt bei Shakespeare sowie zum Bühnenbild. Ein sehr interessantes und informatives Gespräch!
11. und 22. November 2009 - „Die Nibelungen“
Die Mitglieder unseres Freundeskreises hatten die exklusive Gelegenheit „Die Nibelungen“, die großartige Einstandsinszenierung von Karin Beier, gratis zu erleben! Dies war ein toller Anlass, um auch einmal theaterinteressierte Freunde zu einem Besuch einzuladen. Für jedes Mitglied der Schauspielfreunde wurden zwei Karten zur Verfügung gestellt.
16. Oktober 2009 - Gemeinsamer Theaterbesuch der Freunde des Schauspiel Köln in der Halle Kalk: TRANSIT!
Nachdem die deutsche Uraufführung von „TRANSIT“ von István Tasnádi, in der Regie von Victor Bodó sowohl bei einigen unserer Mitglieder als auch in der Presse großen Anklang gefunden hat, haben wir das Stück gemeinsam in der Halle Kalk besucht. Für das internationale Ensemble der gemeinsamen Produktion des Schauspiel Köln und Bodós eigener Theatergruppe, der „Sputnik Shipping Company“ wurde eine exklusive Spielfassung erarbeitet. Mit Spannung haben wir das Schicksal der im Stück in einem Wartesaal am Flughafen gestrandeten Passagiere verfolgt und die Mischung aus Abgrund, Slapstick und Musikcollagen in vollen Zügen genossen!
17. September 2009 - Saisoneröffnung der Freunde des Schauspiel Köln im KunstSalon
Mit einem kleinen Eröffnungsfest haben wir uns gemeinsam auf die neue Spielzeit eingestimmt! Im Mittelpunkt unseres gemütlichen Zusammentreffens stand der aktive Gedankenaustausch über die zukünftige Arbeit des Freundeskreises und die Unterstützung des Schauspiel Köln. Auch die bisherigen Aktivitäten des Freundeskreises haben wir zu diesem Anlass Revue passieren lassen und die Wünsche und Verbesserungsvorschläge unserer Mitglieder diskutiert. Alles in allem ein rundherum inspirierender Abend!
