Als Spitzenfördermaßnahme im Bereich Bildende Kunst vergibt der KunstSalon in Zusammenarbeit mit dem Kreis der Freunde der Villa Aurora ein dreimonatiges Stipendium an einen Bildenden Künstler in die Villa Aurora bei Los Angeles – ein Kunstpreis, der besondere Beachtung verdient. Der Preisträger erhält nicht nur die einmalige Gelegenheit, drei Monate lang zusammen mit anderen Stipendiaten in der legendären ehemaligen Feuchtwanger-Villa bei Los Angeles, Kalifornien, zu arbeiten, sondern auch mit den dort ansässigen Galerien, Museen und Kulturorganisationen Kontakt zu knüpfen – eine unschätzbare Starthilfe für einen viel versprechenden, aber in der internationalen Kunstszene noch nicht bekannten Künstler.

 

Sarah Kürten erhält das 12. Villa-Aurora-Stipendium des KunstSalon für 2018

Die in Düsseldorf lebende Künstlerin Sarah Kürten (*1983 in Bergisch Gladbach) erhält das Villa-Aurora-Stipendium in Los Angeles für einen Aufenthalt in 2018. Sarah Kürten studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Thomas Grünfeld.

Sarah Kürten überzeugte die Jury mit einer künstlerisch vielschichtigen Arbeitsweise, die im Umgang mit sowie in der Produktion und Neuverortung von Sprache und Texten ihren Ausgangspunkt nimmt. Neben Performances, Soundarbeiten und Theaterstücken entwickelt sie ortspezifische Installationen, bei denen sich bedruckte Farbfelder zu zwei- und dreidimensionalen Trägern von Texten auf der Oberfläche ausdehnen, oder auf überzeugende Weise zu skulpturalen Körpern verräumlichen. Inhaltlichen Bezugspunkt ihrer konzeptuellen Textarbeiten bilden oftmals Reflexionen über kunstimmanente Funktionsweisen wie die Beziehung zwischen Künstler/-in und Material, zwischen Kunstwerk und Ausstellung oder die Grenzen künstlerischer Wahrnehmung und Handlungsfähigkeit. Wir freuen uns sehr, dass sie diese Untersuchungen 2018 in der literaturgeschichtsträchtigen Villa Aurora fortsetzen kann.

Wie in den Jahren zuvor beinhaltet das großzügig mit 20.000 € vom KunstSalon e.V. privat finanzierte Stipendium auch einen Katalog zu den entstandenen Arbeiten und eine spätere Ausstellung  im Kunstraum Fuhrwerkswaage in Köln-Sürth.

Der Jury gehörten an: Prof Dr. Stephan Berg, Kunstmuseum Bonn; Eva Birkenstock, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf; Jochen Heufelder, Kunstraum Fuhrwerkswaage, Köln; Barbara Hofmann-Johnson, Kunsthistorikerin, Köln und Braunschweig; Jürgen Klauke; Künstler; Köln; Dr. Petra Oelschlägel, Kunstmuseum Villa Zanders, Bergisch Gladbach.

 

Die Stipendiaten

 

2016 – Alwin Lay

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Alwin Lay wurde 1984 in Lugosch, Rumänien, geboren. Neben seinem Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln, das er 2013 mit dem Diplom abschloss, war er Gaststudent von Christopher Williams an der Kunstakademie in Düsseldorf. Für seine Kunst wurde er mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem bekam er 2013 den „Förderpreis des Landes NRW für junge Künstler und Künstlerinnen“ , sowie 2013/14 den „Gute Aussichten- Junge deutsche Fotografie“-Preis. Außerdem erhielt er 2014 das „Max-Ernst-Stipendium“. Seine Künstlerische Arbeit enthält Elemente aus Video, Fotografie und Installation, mit skulpturalen Ausgangspunkten. So nimmt er eine banale Alltagssituation als Grundlage und verzerrt sie durch seine Arbeit ins (oft auch humoristische) Absurde. Alwin Lay lebt und arbeitet in Köln.
www.nataliahug.com/artist/alwin-lay

 

2014 – Marianna Christofides

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Marianna Christofides, Edition KunstSalon, ohne Titel 2015, C-Print, 20 x 28 cm, Auflage 20, im Passepartout 30 x 40 cm, 300 €

Marianna Christofides wurde 1980 in Nikosia, Zypern, geboren. Ihrem Studium der visuellen Künste an der Universität für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle und der Academy of Fine Arts in Athen, schloss sie ein Postgraduiertenstudium an der Kunsthochschule für Medien in Köln an. 2007- 2008 war sie „DAAD“-Stipendiatin. Im Jahr 2011 vertrat sie Zypern bei der Biennale in Venedig. 2015 gewann Sie die „internationale Projektförderung“ der Akademie der Künste der Welt. Marianna Christofides lebt und arbeitet in Köln.
www.mariannachristofides.com

 

2012 – Hans Diernberger

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Hans Diernberger, Edition KunstSalon, Martas Garten, 2013, C-Print, 20 x 28 cm, Auflage 20, im Passepartout 30 x 40 cm, 300 €

Hans Diernberger wurde 1983 in München geboren. Von 2004 bis 2009 studierte er Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Seinem Diplom folgte 2009-2011 ein Masterstudium der „Fine Arts“ am Goldsmith College in London. Während dieses Studiums gewann er 2009 den „Spiridon Neven DuMont Preis“ und war 2010 „DAAD“-Stipendiat. Seine Arbeiten verschmelzen Performance, Video, Fotografie und Installation auf eine sehr persönliche und experimentelle Art und Weise. Hans Diernberger lebt und arbeitet in Köln. 
hansdiernberger.com

 

2010 – Agnes Meyer-Brandis

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Agnes Meyer-Brandis, Edition KunstSalon, ohne Titel, 2010, C-Print, 20 x 28 cm, Auflage 20, im Passepartout 30 x 40 cm, 300 €

Agnes Meyer-Brandis wurde 1973 in Aachen geboren, wo sie 1993 zunächst ein Studium der Mineralogie begann. 1993 wechselte sie an die Kunstakademie Maastricht in den Niederlanden und studierte bis 1995 Bildhauerei. Mit dem Akademiebrief wurde sie 2000 auch Meisterchülerin an der Kunstakademie Düsseldorf in der Bildhauereiklasse von Professor Magdalena Jetelovà. Im selben Jahr war sie im Rahmen eines „DAAD“-Stipendiums  auch  „Artist in Residence“ in New York City. 2003 begann sie als Postgraduierte ein Studium der Audiovisuellen Medien an der Kunsthochschule für Medien in Köln, das sie mit dem Diplom abschloss. Ihre Arbeit beschreibt eine Wanderung an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Agnes Meyer-Brandis lebt und arbeitet in Köln.
blubblubb.net

 

2008 – Christian Keinstar

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Christian Keinstar, Edition KunstSalon, Dropping, 2008, C-Print, 20 x 28 cm, Auflage 20, im Passepartout 30 x 40 cm, 300 €

Christian Keinstar wurde 1975 in Dirschau, Polen, geboren. Er studierte zunächst Visuelle Kommunikation an der FH-Aachen im Fachbereich Design, bevor er 2000 sein Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln bei den Professoren Jürge Klauke, Marcel Odenbach und Peter Zimmermann begann. Während dieses Studiums, das er 2005 mit dem Diplom mit Auszeichnung abschloss, wurde er 2003 für ein Gastsemester bei Olaf Metzel und Klaus vom Bruch an die Kunstakademie München eingeladen. 2012 erhielt er den Kunstpreis des Kreis Viersen. Christian Keinstar lebt und arbeitet in Köln.
www.keinstar.de

 

2006 – Tilman Peschel

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Tilman Peschel, Edition KunstSalon, Race Ace, 2006, C-Print, 20 x 28 cm, Auflage 20, im Passepartout 30 x 40 cm, 300 €

Tilman Peschel wurde 1976 in Freiburg im Breisgau geboren. Von 1998 bis 2003 studierte er bei Jürgen Klauke an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Während seines Auftenthalts in der Villa Aurora entstand sein Künstlerbuch „Showtime“, das mit humorvollen Selbstinszenierungen die Banalität der Ikonen Hollywoods zeigt. Von 2006 bis 2009 war er Stipendiat der RheinEnergie-Stiftung Kultur und nach einem Aufenthaltsstipendium der Alois Denk Stiftung, Grünwald; Brsg. im Schwarzwald 2010, gewann er 2011 die Projektförderung der Kunststiftung NRW.
www.tilmanpeschel.de

 

2003 – Philipp Lachenmann

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Philipp Lachenmann, Edition KunstSalon, oder Der arge Weg der Erkenntnis, 2004, C-Print, 20 x 28 cm, Auflage 20, im Passepartout 30 x 40 cm, 300 €

Philipp Lachenmann wurde 1963 in München geboren. Nach seinem Diplom als Modellbauer für Architektur und Design, studierte er von 1987 bis 1994 an der Hochschule für Film und Fernsehen in München und machte zeitgleich an der Ludwig-Maximilians-Universität, München seinen Magister in Kunstgeschichte und Philosophie. 1999-2003 studierte er audiovisuelle Medien an der Kunsthochschule für Medien in Köln bei Jürgen Klauke, Valie Export und Marcel Odenbach. Philipp Lachenmann lebt und arbeitet in Berlin, Köln und Los Angeles.
www.lachenmann.net

 

2002 – Andreas Kaiser

Kaiser

Andreas Kaiser, Edition KunstSalon, Schichtungsgeschichte (Kings Canyon), 2002, C-Print, 20 x 28 cm, Auflage 20, im Passepartout 30 x 40 cm, 300 €

Andreas Kaiser wurde 1967 in Fürth geboren. Während seines Studiums an der Kunstakademie Münster, das er 1988 begann, war er Meisterschüler bei Professor Joachim Bandau. 1996 erhielt er den Akademiebrief und war Stipendiat des Cité Internationale des Artes, Paris. Seit 2008 hat er eine Professur für Kunst und Raum an der Fachhochschule Mainz inne. 2010 und 2014 war er Vorsitzender des Kunstbeirates der Stadt Köln. Seit 2012 ist er Mitglied des deutschen Künstlerbundes. Kaiser lebt und arbeitet in Köln und Mainz.
www.kaiserkunst.de

 

2001 – Aurelia Mihai

Mihai

Aurelia Mihai, Edition KunstSalon, Lektüre, 2001, Lamda Print, 20 x 28 cm, Auflage 20, im Passepartout 30 x 40 cm, 300 €

Aurelia Mihai wurde 1968 in Bukarest, Rumänien geboren. Ihrem Diplom in freier Kunst, das sie 1994 an der Kunstakademie Bukarest erreichte, folgten  1994-1996 ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf in der Medienklasse von Nan Hoover und 1997- 2001 ein Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln bei Valie Export und Jürgen Klauke. Nach ihrem Aufenthalt in der Villa Aurora wurde ihr dort entstandenes Werk „Das ist die Stunde“ 2002 mit dem Spiridon-Neven-DuMont-Preis ausgezeichnet und war 2002 im Rahmen der Art Cologne zu sehen. Seit 2009 ist Aurelia Mihai Professorin für „Grundlehre Film/Video“ an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig. Sie lebt in Hamburg.
wikipedia.org/wiki/Aurelia_Mihai

 

2000 – Achim Mohné

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Achim Mohné, Edition KunstSalon, Fireflies: dust & moth in the garden of Villa Aurora, 2000, C-Print, 20 x 28 cm, Auflage 20, im Passepartout 30 x 40 cm, 300 €

Achim Mohné wurde 1964 in Aachen geboren. Seinem Kommunikationsdesign- und Fotografiestudium an der Folkwang-Universität der Künste in Essen, das er 1994 mit dem Diplom abschloss, folgte ein Postgraduiertenstudium der Audiovisuellen Medien an der Kunsthochschule für Medien, bei Jürgen Klauke und Valie Export, das er 1997 erneut mit einem Diplom beendete. Er war Dozent an der Kunstakademie Münster und hat eine Gastprofessur an der Indiana University. Seit 2011 ist er Dozent an der Folkwang-Universität der Künste in Essen. Achim Mohné lebt und arbeitet in Köln.
www.achimmohne.de

 

1999 – Thomas Klegin

Klegin

Thomas Klegin, Edition KunstSalon, THROUGH_, 1999, Digitaldruck, 20 x 28 cm, Auflage 20, im Passepartout 30 x 40 cm, 300 €

Thomas Klegin wurde 1961 in Bochum geboren. Von 1983-1990 studierte er Visuelle Kommunikation an der Fachhochschule Münster. Noch währenddessen begann er 1988 das Studium an der Kunstakademie Münster bei Professor Joachim Bandau, dessen Meisterschüler er 1992 wurde. Nach seinem Studium gewann er zahlreiche Preise und Stipendien unter anderem 1994 das Graduiertenstipendium des Landes NRW und 1997 das Barkenhoff-Stipendium Worpswede des Landes Niedersachsen und der Stadt Bremen. Seit 2003 hat er  an der Hochschule Niederrhein in Krefeeld eine Professur im Fachbereich Design inne und lehrt dort „Künstlerische Grundlagen und dreidimensionale Gestaltung“. Thomas Klegin lebt und arbeitet in Schwerte und Krefeld.
www.kunstgebiet.ruhr/kuenstler/thomas-klegin/

 

 

 

 

 

 

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