Rückblick: jour fixe zur VIDEONALE.16

By Sirkka Muth Februar 14, 2017

In den 1970er Jahren etablierte sich Videokunst und mit ihr Künstler wie Nam June Paik, Marcel Odenbach, Ulrike Rosenbach und Klaus vom Bruch. 1984 wurde die Videonale gegründet, die heute zu den ältesten und renommiertesten Festivals weltweit zählt und im Zweijahresrhythmus stattfindet. Bis heute sieht sich die Videonale ihrem Gründungsgedanken verpflichtet, aktuelle Tendenzen der zeitbasierten Kunst abzubilden, neue Positionen und Trends mit einem Fachpublikum zu diskutieren und gleichzeitig der kunstinteressierten Öffentlichkeit vorzustellen. Der Fokus liegt dabei weiterhin auf der Förderung junger aufstrebender Künstler, ergänzt um die Präsentation bereits etablierter Positionen der Videokunst.

In der Ausstellung zur 16. Ausgabe der Videonale im Kunstmuseum Bonn präsentiert das Festival vom 17. Februar bis 02. April 2017 insgesamt 43 Videowerke internationaler Künstler*innen, die von einer internationalen Jury im Rahmen des weltweit ausgeschriebenen Wettbewerbes ausgewählt wurden. Das für die VIDEONALE.16 gewählte Thema PERFORM! greift zentrale formale und inhaltliche Ansätze der Videokunstproduktion auf. So knüpft das Thema an die Anfänge von Video als dokumentarischer Begleiter und technisches Gegenüber von künstlerischen Performances an. Zugleich führt es ins Heute, wo der Betrachter selbst immer öfter zum Performer sowohl im Kontext künstlerischer Arbeiten als auch in seinem lebensweltlichen Umfeld wird.

Vier Tage vor der diesjährigen Eröffnung der VIDEONALE.16 waren Tasja Langenbach, künstlerische Leiterin des Festivals, und die teilnehmenden Künstler Ale Bachlechner und Benjamin Ramírez Pérez zu Gast im jour fixe, um Einblicke in die Konzeption des Festivals und das umfangreiche Programm zu geben und Ausschnitte ihrer Videoarbeiten zu zeigen.

„Bisher hatte ich keinen Zugang zu Videokunst. Ich habe mit großer Neugier die Videos der beiden jungen Künstler angeschaut. Nach den Kommentaren von Tasja Langenbach fand ich auch Zugang zu ihnen. Was geht in den Köpfen der jungen Leute vor sich und wie erfahren sie unsere Welt – das fand ich ungemein spannend. Danke an den KunstSalon für den Erkenntnisgewinn!“
– Helga Wagner-Gottsmann (Freundin des KunstSalon)

„Ein spannender Vormittag! Die jour fixes bedeuten für mich eine Bereicherung meines Lebens. Immer wieder interessante Leute aus dem Kultur- und dem entsprechenden Verwaltungsbetrieb in dieser entspannten Atmosphäre zu erleben, das mag ich schon sehr.“
– Monika Antoni (Freundin des KunstSalon)

„Mein Fazit heute: Alle, die nicht da waren, haben wirklich etwas verpasst! Die künstlerische Leiterin der Videonale, Tasja Langenbach, verstand es ausgezeichnet, bei den Zuhörern Interesse zu wecken, z.B. erläuterte sie die Kriterien für die Auswahl von 41 aus Hunderten von Einsendungen. Die beiden Künstler waren erfrischend in ihrer Begeisterung für ihre Arbeit. Sehr gut: Fotos zeigten, welche Möglichkeiten es gibt, Videos in einem Museum zu präsentieren – keineswegs nur der Eintritt in dunkle Kabinen.“
– Marga Ziegert (Freundin des KunstSalon)

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Fotos: Klaus Wohlmann