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Rückblick 2007

16. Dezember 2007 - movingtheatre "Pinocchios Reise in die neue Welt" (Kinderballett)

"Pinocchios Reise in die neue Welt" war die zweite Aufführung aus der Reihe unseres neu zusammengestellten Angebots für Kinder nach „Ratten fangen!“. Inspiriert von Collodis gleichnamigem Roman, geht der kleine Pinocchio auf Entdeckungsreise durch eine moderne Großstadt. Mit Tanz, Musik, Texten und Bildern – zwischen Realität und Phantasie – erlebt Pinocchio an diesem Ort voller Verlockungen und Gefahren neue, aufregende Abenteuer.

5. Dezember 2007 - pretty ugly tanz köln und Concerto Köln mit "Episodes"

Mit Episodes besuchten wir gemeinsam die erste Premiere dieser Spielzeit von Amanda Miller und pretty ugly tanz köln. Das Stück ist eine Zusammenarbeit von Tänzern, Musikern und dem New Yorker Videokünstler Seth Tillett. Zu zeitgenössischem Tanz spielt das Concerto Köln, das auf die historische Aufführung von Werken des (Früh-) Barocks auf historischen Instrumenten spezialisiert ist. Der britische Komponist und Musiker Fred Frith kombiniert für dieses Ballett Alte Musik von Monteverdi, Rossi und Castelli mit eigenen Stücken. Die Videosequenzen von Seth Tillett und die zeitgenössische Musik zeigen eine künstlerische Gegenüberstellung des heutigen Alltags mit der prachtvollen Welt des Barock.Im Anschluss an die Vorstellung fand die Premierenfeier mit den Künstlern im unteren Foyer und im Erfrischungsraum des Schauspielhauses statt.

8. November 2007 - Salonrunde Tanz

Nach einem so umfangreichen Programm und so vielen tollen Tanzaufführungen wird es Zeit, mal wieder auch inhaltliche Diskussionen über die Zukunft des Tanzes in Köln und die Aufgaben und Ziele der tanzsociety zu führen. Aus diesem Grund veranstalten wir eine Salonrunde Tanz. Die Salonrunde im KunstSalon ist ein offener Kreis von Tanzexperten und Tanzliebhabern, der Programm und Projekte der tanz diskutiert und entwickelt.

4. November 2007 – pretty ugly tanz köln "Ratten fangen!"
(Kinderballett)

Aufgrund der positiven Resonanz auf die Verlosung von Pinocchio-Karten im letzten Herbst, haben wir uns entschlossen, erstmalig ein Tanzprogramm für Kinder anzubieten und haben fünf Aufführungen in Köln und Leverkusen zusammengestellt, zu denen wir Sie mit Ihrem Nachwuchs einladen möchten.Wir beginnen mit dem Stück „Ratten fangen!“, einer Choreografie von Flavia Tabarrini, die dem Ensemble pretty ugly tanz köln angehört. Die Musik stammt von der Komponistin Samuelina Tahija, die „immer schon“ für den Tanz in Köln gearbeitet hat. Das Stück basiert auf dem Kinderbuch „Forteen rats and a rat-catcher“ von Tamasian Cole und James Cressey und erzählt die Geschichte einer netten alten Dame, die eigentlich nur ruhig in ihrem Haus leben möchte und daran von Ratten gehindert wird, die ihre Vertreibung planen...

2. und 3. November 2007 - „Elly“ - Erfahrbarkeit kultureller Identität, Vera Sander – VeraSanderArtConnects

„Simi“ – Gastchoreografenprojekt / artist in residence am 20. Oktober um 19.30 Uhr 

Wir setzen unseren engen Kontakt zur Tanzabteilung der Hochschule für Musik (MHS) fort und luden Sie ein, die Ausbildung und den Weg der zukünftigen Tänzer zu verfolgen. Eines der Hauptziele des Studiengangs TANZ an der MHS Köln besteht darin, bereits während der Ausbildung die angehenden Künstler mit etablierten Tanzschaffenden arbeiten zu lassen. So haben sie mit renommierten Choreografen wie Robert Cohan, Betsy Fisher, Amanda Miller, Massimo Gerardi Stücke ganz unterschiedlicher choreografischer Handschriften einstudiert. In ihren zwei neuen Produktionen befasst sie sich mit dem Thema „Menschsein“. Im Probenzeitraum von 5 Wochen werden die Studierenden Gelegenheit haben, dem spartenübergreifenden Tanzensemble VeraSanderArtConnects im Schaffensprozess für die Produktion „Elly“ über die Schulter zu schauen. Gleichzeitig werden sie in „Simi“, dem georgischen Wort für „Saite“, aktiv der Frage nachgehen, von welcher Qualität menschliche Begegnungen geprägt sein können.

ACHTUNG: Der Termin musste entfallen! 

Mini Abo - Ballettmainz, Hamburg Ballett, Zürcher Ballett

Erstmalig haben wir für Sie ein kleines Abonnement zusammengestellt, das aus drei Veranstaltungen renommierter Kompanien besteht:

11. Oktober 2007: Wir beginnen mit dem ballettmainz, bekannt aus der letzten Saison in Neuss und knüpfen an unsere Reihe „Tanzlegenden“ an. Die Kompanie zeigt neben einem neuen Stück ihres Choreografen Martin Schläpfer den „Grünen Tisch“ von Kurt Jooss.

10. Januar 2008: Mitglieder des Hamburg Ballett zeigen zusammen mit Eleven der Ballettschule Hamburg Auszüge aus „Des Knaben Wunderhorn“ choreografiert von John Neumeier zur Musik von Gustav Mahler. Diese Aufführung wird von dem Bundesjugendorchester unter der Leitung von Klauspeter Seibel begleitet.

20. Februar 2008: Der Schweizer Choreograf der letzten Aufführung ist uns gut bekannt: Heinz Spoerli hat das Ballett der Deutschen Rheinoper geleitet, bevor er als Direktor des Zürcher Ensembles in die Schweiz zurückgekehrt ist. Die guten Kritiken, die sein Stück „moZart“ erhalten hat und seine außerordentlichen Tänzer versprechen einen gelungenen Tanzabend.

28. September 2007 - „Simi“ – Gastchoreografenprojekt / artist in residence

Probe von Vera Sander mit den Studierenden der Tanzabteilung der Hochschule für Musik.
Diemal haben wir Ihnen etwas ganz Besonderes angeboten. Sie konnten kostenlos an einer Kostprobe der Aktivitäten der tanz teilnehmen. Der Besuch einer Tanzaufführung ist für viele nicht neu. Viele kennen sicher auch den Trainingsaufbau im klassischen Ballett oder im modern dance. Aber haben Sie schon einmal gesehen, wie ein Stück im Ballettsaal entstanden ist?Vera Sander, die zweimal den Kölner Tanzpreis gewonnen hat und neben ihrer eigenen Kompanie eine Professur an der MHS hat, zeigte uns dies gemeinsam mit Studierenden.

7. September 2007 – movingtheatre “FAIR FRIENDS” // Shakespeare’s sonnets

Das mit dem Kölner Tanzpreis 2006 ausgezeichnete movingtheatre, das wir seit fast fünf Jahren kennen, war im Mai mit “One – Two – Three” im KunstSalon zu Gast und begeisterte uns mit Tanz, Choreografie und Lichtdesign. Das neue Projekt entführte uns in das poetische Geflecht von Shakespeares Sonetten, ergründete Liebe, Liebeswahn, Rivalität und Schönheitszwang.Unter Shakespeares immensem Werk findet man die Sonette, das erste Beispiel in der Geschichte, in dem nicht nur über und an eine weibliche, sondern auch eine männliche Schönheit, den ‚Fair Youth’ gedichtet wird. Diese Besonderheit stellte dem Dichter ein größeres Reservoir an Gefühlen zur Verfügung, und führte gleichzeitig zu Zweifeln an der Echtheit der soeben ausgedrückten Empfindung. Anstelle der "fair lady" gibt es in manchen Sonetten eine "dark lady", die dann nicht mehr das unerreichbare, abstrakte Liebesziel darstellt, sondern den irdischen Aspekt der Liebe ins Spiel bringt. Das Tanzprojekt erzählt über diese Dreierkonstellation, ohne dabei den Blick auf das gesamte Werk Shakespeares und dessen Verknüpfung mit der heutigen Zeit zu verlieren.

24. August 2007 - “Amjad” La La La Human Steps

LaLaLa Human StepsSchnell, aggressiv, riskant und gefährlich – so begann die Saison 2007/08 der tanz – auf der Bühne. Der kanadische Choreograf Édouard Lock ist uns wohlbekannt. Er war mit seiner Kompanie La La La Human Steps bereits in den 90er Jahren im KunstSalon zu Gast. In Remscheid sahen wir sein Stück “Amelia” und waren begeistert von der Virtuosität und dem Ausdruck der kleinen Kompanie, die mühelos eine große Bühne füllt. Jedes Stück von Lock ist genau auf seine Tänzer zugeschnitten. In seiner jüngsten Ensemble-Kreation verbindet er zeitgenössischen Tanz auf höchstem Niveau mit Zitaten aus klassischen Balletten wie “Schwanensee” und “Dornröschen”. Lock rekonstruiert Passagen dieser Klassiker und setzt sie teilweise mit Musicalthemen neu zusammen. Neun Tänzer führen das Stück auf, das Filmpassagen enthält und von vier Musikern begleitet wird.

3. Juni 2007 - Tanzabend der M & Company aus Boston

Erstmalig boten wir Ihnen einen Tanzabend gemeinsam mit dem Kultursalon Düsseldorf an. An einem besonderen Ort, einer ehemaligen Fabrikhalle, hat das neu gegründete Ensemble M & Company aus Boston sein dreiteiliges Stück aufgeführt. Die Company besteht aus Absolventen renommierter Schulen wie: Hamburgische Staatsoper, Rosella Hightower (Cannes), Vaganova Institut (St. Petersburg). Die Mitglieder haben Preise bei Tanzwettbewerben gewonnen, als Solisten bekannter Companies brilliert und sich auch durch Choreografien ausgezeichnet. Den Stil der Choreografien kann man als neoklassisch / zeitgenössisch charakterisieren.Wir sahen drei Stücke, die unter dem Titel: Short Cuts menschlicher Beziehungen angekündigt wurden.

10. bis 13. Mai 2007 – tanz nrw 07 in Köln

Das Festival “tanz nrw 07 in Köln”, das vom 10 – 13. Mai an unterschiedlichen reizvollen Orten - Studiobühne, Orangerie, tanz nrw 2007Rhenania, Sporthochschule Köln und der Alten Feuerwache - stattgefunden hat, ist die Nachfolgeveranstaltung der Reihe “tanzstrasse”, einer Abspielförderung für Künstler in ausgewählten Städten. Die Idee, Künstlern zu ermöglichen, einstudierte Stücke, erneut zu präsentieren, ist geblieben. Neu ist, dass in jeder Stadt die ansässigen Tänzer und Choreografen das Programm bestreiten und die größere inhaltliche Breite, die natürlich auch die Präsentation mit neuen Medien einschließt.Die tanz hat in den vergangenen Jahren dieses Festival mit Filmvorführungen und Workshops gerne begleitet. Uns erwarten Aufführungen, Installationen vieler Kölner Tanzkünstler und auch des Tanzarchivs.

6. Mai 2007 - “One – Two – Three” Tanzabend von Massimo Gerardi und Emanuele Soavi im KunstSalon

movingtheatre im KunstSalonEs ist schön, wenn es gelingt, den Kontakt zu Künstlern über eine einmalige Begegnung hinaus aufrecht zu erhalten, ihren Werdegang zu verfolgen, mit ihnen ihre Erfolge zu feiern und vielleicht sogar Freundschaft zu schließen. Massimo Gerardi, Mitglied des movingtheatre, war bereits 2003 zu Gast. Seitdem haben wir uns seine Arbeiten, dieTanzabend im KunstSalon Pentalogie der Sinne, an verschiedenen Orten in Köln angesehen, haben seine Partner Emanuele Soavi und den Schauspieler Achim Conrad kennen gelernt. One – Two – Three ist ein dreiteiliger Abend mit ganz unterschiedlichen Choreografien von Gerardi und Soavi über Sport, Mozart und Farbspiele. Ebenfalls zum Ensemble gehört Danilo Colonna.

31. März und 1. April 2007 - Tanzabende in der MHS Köln

Gastchoreografenprojekt mit Choreografien von Stefan Brinkmann, Chun Hsien Wu, Chrystel Guillebaud, Fabrice Prioville.

Mit gleich zwei Tanzaufführungen stellten sich die angehenden Tänzerinnen des Studiengangs Tanz auf der großen Bühne der Musikhochschule vor.Die Choreografen Stefan Brinkmann, Chun Hsien Wu, Chrystel Guillebaud, Fabrice Prioville – allesamt ehemalige oder aktive Mitglieder des Pina Bausch-Ensembles – haben mit den Studierenden Choreografien erarbeitet.Zwei Protagonisten kennen wir bereits: Chrystel Guillebaud und Chun Hsien Wu haben für uns 2006 einen Tanzabend im KunstSalon gestaltet. Ihre neue Choreografie spielt wieder mit Hindernissen. Die Tänzer sind Glied einer Kette und müssen erfahren, dass ihre Bewegungen von anderen Gliedern der Kette bestimmt werden. Jede Änderung hat Auswirkungen auf den Rest der Kette.

27. März 2007 – ballettmainz, Martin Schläpfer

Dass erstklassige Tänzer Ballettdirektoren werden und dann auch Choreografien entwickeln, ist normal. Meist beschränken sie sich allerdings auf die Neufassung von Klassikern. Anders der Schweizer Martin Schläpfer, der 1994 die Leitung des Berner Balletts übernahm. 1995 stellte er seinen ersten Ballettabend mit Choreografien zu Haydn, Brahms und Mahler vor. Seit 1999 setzt er seine Entwicklung als Choreograf in Mainz erfolgreich fort.Seine Abende bestehen aus eigenen Arbeiten, die von großer musikalischer Einfühlsamkeit und reicher choreografischer Ausdruckskraft geprägt sind. Sie zeigen Werke so wichtiger Choreografen wie Hans van Manen, der nur wenige Compagnien autorisiert, seine Stücke aufzuführen. Damit hat sich ballettmainz unter seiner künstlerischen Direktion zu einem der besten Tanzensembles in Deutschland entwickelt.

11. März 2007 - pretty ugly tanz köln "Études" und Wiederaufnahme von "fair is foul and foul is fair"

Rick Kam, der in Indonesien geboren wurde und seine Tanzausbildung in den Niederlanden absolvierte, ist seit 1999 als Assistent von Amanda Miller tätig. Seit 2005 erarbeitet er eigene Choreografien für pretty ugly tanz köln.In seiner zweiten Choreografie – nach Se(u)la - beschäftigt er sich mit Wahrnehmung, Wirkung, Ursachen und Möglichkeiten. Er hinterfragt die üblichen Formen des Tanzes und eröffnet Tänzern und Zuschauern den Zugang zu neuen Erfahrungen.Die Klangkünstlerin Akiko Okabe gestaltet mit Kompositionen von György Ligeti, Frédéric Chopin, Claude Debussy und Steve Reich ungewöhnliche Zeit-Räume, die geometrisch umgesetzt werden.  Für alle, die Amanda Miller “nur” als Choreografin und Tänzerin kennen, war es eine Überraschung. Sie besitzt auch schauspielerisches Talent. Mit Kate Strong, mit der sie seit ihrer gemeinsamen Arbeit beim Frankfurter Ballett befreundet ist, hat sie mit dem von Macbeth entlehnten Titel ein Stück geschrieben. Das Stück spiegelt die Vergangenheit der über vierzigjährigen Tänzerinnen wider, denen man die Freude am Tanz, ihrer Freundschaft und am Spiel mit Ballettklassikern anmerkt.

22. Februar 2007 - Nederlands Dans Theater II

Vor vier Jahren haben wir uns im Bergischen Löwen eine Aufführung des Nederlands Dans Theaters II angesehen und waren begeistert von der Qualität und der Energie der jungen Tänzer, für die so renommierte Choreografen wie Hans van Manen, Jiøi Kylián, Johan Inger, Ohad Naharin, Stephan Thoss ein eigenes Repertoire erarbeiten.  Die Compagnie wurde als Nachwuchsensemble für das NDT bereits 1978 gegründet und besteht aus 16 Tänzern im Alter von 17 bis 23 Jahren. Sie hat sich längst als eigenständige Gruppe international einen Namen gemacht. Die Idee, jungen Tänzern die Gelegenheit zu verschaffen, mit unterschiedlichen Choreografen zu arbeiten, aufzutreten und auf Tourneen Erfahrungen zu sammeln, ist von anderen Ensembles kopiert worden.

7. Januar 2007 - Merce Cunningham Dance Company

Lebende Tanzlegenden: mit einer Einladung zur Aufführung der Cunningham Dance Company können wir fortsetzen, was mit den Besuchen der companies von José Limón und Martha Graham begonnen hat – Avantgarde des American Modern Dance des beginnenden 20. Jahrhunderts. Nach mehr als 10 Jahren gastiert die company, die auch bereits im KunstSalon zu Gast war, erneut in Deutschland. Jahrgang 1919, kam Cunningham 1939 als zweiter Mann über die legendären Sommerkurse am Bennington College in die bisher nur aus Frauen bestehende Kompagnie von Martha Graham, der er bis 1945 angehörte. Seit seinem Debüt als Solist hat er seine Vorstellungen neuer Tanzformen durchgesetzt. Er bringt Tanz mit den damals radikalsten Kunstrichtungen zusammen – John Cage, David Tudor, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg, Jasper Jones, Andy Warhol. In Cunninghams Choreografien werden Musik und Tanz und Bühnenbilder nicht selten nach der unabhängig voneinander erfolgten Fertigstellung erst bei der Premiere zusammengefügt. Als einer der ersten Choreografen hat Cunningham die Möglichkeiten von Videotechnik und computerbasierten Choreografien erkannt und genutzt, ohne allerdings dem Rechner die künstlerische Inspiration zu überlassen.  

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