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Rückblick 2008

6. Dezember 2008 - GUANGDONG MODERN DANCE COMPANY (CHN)

Zwölf Jahre sind seit unserer ersten Begegnung mit dem Guangdong Tanzensemble vergangen. Damals traten die Künstler nicht nur im Schauspielhaus auf, sondern waren auch Gäste des anschließenden Empfangs des KunstSalon. Jetzt hat Pina Bausch sie zum diesjährigen internationalen Tanzfestival wieder eingeladen und wir hatten die Gelegenheit, uns zwei Stücke dieser wichtigsten modernen Tanzkompanie Chinas im tanzhaus nrw gemeinsam anzusehen. Die Kompanie unter der Leitung von Willy Tsao wurde im Jahr 1992 in der Provinz Guangdong gegründet und ist damit eine der ältesten zeitgenössischen Kompanien.
Als Hommage an die chinesische Tradition der Kalligrafie versteht sich die Arbeit des Choreografen Liu Qi, die er für 13 Tänzer schuf: „Upon Calligraphy", das sich in klaren Bildern von den verschiedenen chinesischen Schriften inspirieren ließ. Im Spiel zwischen Duett, Trio und Ensemble entfaltet sich eine sinnliche Poetik der Bewegung.
Das zweite Stück des Abends, die deutsche Erstaufführung „Sticks", widmete sich in einer vielschichtigen Choreografie der Schönheit des menschlichen Körpers und stammt von dem Choreografen Sang Jijia. Der gebürtige Tibeter war lange ein gefeierter Tänzer in China, bevor er 2002 für vier Jahre als Tänzer und Choreograf in William Forsythes Ballett Frankfurt auf sich aufmerksam machte.

22. November 2008 - Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan

Das Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan gastierte im Rahmen des internationalen Tanzfestivals unter Leitung von Pina Bausch im ihrer Choreografie "Wind Shadow" im Wuppertaler Schauspielhaus. Die Farben Schwarz und Weiß dominierten. Der Choreograf Lin Hwai-Min und der bildende Künstler Cai Guo Qiang haben diesen Abend zusammen mit 24 großartigen Tänzern gestaltet. Im schönen Foyer des Wuppertaler Schauspielhauses haben wir dann mit Blick auf den langen Tisch für die Künstler mit Wein und Canapées den Abend beendet.     

15. November 2008 - The Garage´s sole Purpose #1 

Rick Kam und Ingo ReuleckeDieser Abend kann zu Recht als Musik / Tanz in den Häusern der Stadt bezeichnet werden. Wir sahen Musik und Tanz vom DuoKaya mit den Tänzern Rick Kam und Ingo Reulecke im SidiSPOT - einem Showroom für spanisches Design - und anschließend auch spontan noch im Café Stanton.
Die Tanz - und Musikimprovisation, bei der die Künstler die Möbelobjekte für Klang und Tanz genutzt haben, ließ uns alle Räume entdecken. Das Publikum folgte neugierig den Regieanweisungen der Künstler und war sichtlich begeistert von der Darbietung. Dies befeuerte auch die Künstler. Ein kleiner Clou war natürlich, dass zwei Zuschauerinnen spontan in die Improvisation einbezogen wurden - zwei bekannte Künstlerinnen aus der freien Tanzszene.
Auf den Sofas haben wir dann bei Gesprächen, Wein und Tapas den Abend dort ausklingen lassen.

25. Oktober 2008 - "Pars pro toto" des Studiengang Tanz

Erneut haben wir eine Aufführung des seit Jahren viel beachteten Gastchoreografenprojekts Artists in Residence besucht. Dieses Projekt ermöglicht den angehenden Tänzern mit renommierten Choreografen zu arbeiten und sich damit auf ihren Beruf vorzubereiten. Bisher haben u. a. Amanda Miller, Betsy Fisher, Robert Cohan, Massimo Gerardi, Emanuele Soavi mit ihnen Stücke einstudiert.
Diesmal wurde Hanoch Ben Dror eingeladen.
Hanoch Ben Dror studierte klassisches Ballett und Modernen Tanz in Tel Aviv und beschäftigte sich ausgiebig mit traditioneller chinesischer Medizin und chinesischer Bewegungskultur. Er tanzte u.a. bei der renommierten Batsheva Dance Company, beim Cullberg Ballett unter Mats Ek, sowie unter Nacho Duato und Jean Christophe Maillot.
Seit 2007 ist Hanoch Ben Dror künstlerischer Leiter des GVANIM BEMACHOL DANCE FESTIVAL in Israel.
Im Anschluss an den Tanz ließen wir gemeinsam den Abend in einem nahe gelegenen Lokal mit Prof. Paul Melis, der von seinem Sabbat-Jahr in London zurückgekehrt ist, ausklingen.   

11. Oktober 2008 - two pears von pretty ugly tanz köln 

pretty ugly tanz kölnAmanda Millers „Two Pears" entstand 1994 als erstes abendfüllendes Ballett der neu gegründeten Pretty Ugly Dance Company und wurde seitdem in ihrem choreografischen Schaffen mehrmals wieder aufgegriffen. Nun entstand mit den Tänzern von pretty ugly tanz köln in Kooperation mit dem Teo Otto Theater Remscheid eine neue Bearbeitung des Werkes zur Musik des amerikanischen Avantgarde Musikers Arto Lindsay. In „Two Pears" beschäftigte sich Amanda Miller zum ersten Mal mit poetischen und philosophischen Texten, die von Seth Tillett zusammengestellt wurden. Ein Teil der getanzten Trilogie war jeweils einem Dichter und Philosophen gewidmet: Lukrez, der im letzten Jahrhundert vor Christi Geburt in Rom lebte, dem antiken Philosophen Empedokles und dem italienischen Dichter Cesare Pavese. Dabei ging es nicht um eine Illustrierung der Texte oder eine getanzte Nacherzählung historischer Ereignisse und philosophischer Überlegungen: Die Texte der jeweiligen Teile sind Ausgangspunkt und Inspiration. Im Vorfeld erhielten wir eine persönliche Einführung von Hanna Koller und im Anschluss feierten wir gemeinsam mit den Tänzern die Premiere.

3. Oktober 2008 - outOpia von movingtheatre.de

Gemäß unserem Motto, außergewöhnlichen Tanz an ungewöhnlichen Orten zu genießen, trafen wir uns diesmal in einem Heizkraftwerk, das nur einmal im Jahr seine Pforten für ein Stück öffnet. Das Team von movingtheatre.de hat sich für das neue Stück auf acht Performer vergrößert.
Die Protagonisten Achim Conrad (Schauspiel), Massimo Gerardi und Emanuele Soavi (Choreografie/Tanz) trafen wir im Anschluss zum gemeinsamen Gespräch und zur gemeinsamen Premierenfeier. Achim Conrad beschreibt das Konzept so:
„Outopia, der Nicht-Ort, die Durchreisestation, ermöglicht es erneut, wieder anzufangen ohne den konkreten Ballast einer Vergangenheit in Form von Struktur und Gesetzen. ...
Hier entdecken die Menschen ihre eigene Fragilität, ihre Naivität, ihre Schwächen und Stärken." Die Musik komponierten die Münchner Musiker Hilke Fährmann und Jürgen Schneider für das 10 Meter lange, von ihnen entwickelte, Saiteninstrument „Scapha".

24. August 2008 - Tanzabend mit dem POGOensemble

POGOensemble im KunstSalonZwei Ausbildungsstätten für Tanz gibt es in Köln: die Tanzabteilung der Hochschule für Musik und den Studienschwerpunkt Kreativität der Deutschen Sporthochschule. Mit dem POGOensemble bestehend aus den Choreografinnen und Tänzerinnen Dilan Ercenk, Denise und Tessa Temme luden wir erstmals Absolventen der Sporthochschule zu uns ein. Das freie Ensemble hat sich nicht nur in Köln etabliert: Bereits 2004 erhielt es beim 11. Internationalen Choreographischen Wettbewerb Burghausen den 3. Preis der Jury. Nominiert für den Kölner Tanzpreis des vergangenen Jahres, hat es in diesem Jahr den 2. Preis und den Publikumspreis des Internationalen Choreografie-Wettbewerbs „No Ballet" in Ludwigshafen gewonnen.
Von diesem Talent konnten wir uns auch im KunstSalon überzeugen: Mit dem preisgekrönten Stück „Ja ja der Jodok" nach der Literaturvorlage von Peter Bichsel beigeisterte das POGOensemble die Besucher restlos. Aus dem Off ertönte Bichsels Stimme, die Tänzerinnen setzten den Text eindrucksvoll in Bewegung um.
Im zweiten Teil sahen wir Ausschnitte aus dem Stück „Henry", das sich tänzerisch mit dem Wesen des Pferdes als Fortbewegungsmittel und Nutztier, als Weggefährte und Freund beschäftigt. Ein besonders gestaltetes Raumkonzept, das sich an den Wegen der Hufschlagfiguren orientiert, war Kernstück der Choreografie.
Noch lange wurde gemeinsam mit den Tänzerinnen im KunstSalon gefeiert.

20. August 2008 - Abend mit Mechthild Großmann

Mitgliedern des Förderboards der tanzsociety wurde die Gelegenheit geboten, mit Mechthild Großmann zu Abend zu essen. Mechthild Großmann ist die einzige Schauspielerin im Ensemble von Pina Bausch und hat dort vor 32 Jahren ihre Karriere begonnen. Der Abend wurde lebhaft und lang. Wir freuen uns schon sehr, sie im November in "Die sieben Todsünden / Fürchtet Euch nicht" auf der Bühne zu sehen.

17. August 2008 - New Talents des Studiengangs Tanz im Rheinauhafen

Anne Jung und Miriam Wick in Nicht immer einfach war der Weg, auch den Tanz als Kunstsparte in das Programm der new talents biennale zur Eröffnung des Rheinauhafens zu integrieren und jungen Absolventen die Gelegenheit zu geben, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Am 16. und 17. August fand die feierliche Eröffnung des Hafens mit einem anspruchsvollen und abwechselungsreichen Kulturprogramm statt, das zeigte, wie viel kreatives Potential in unserer Stadt vorhanden ist und wie viele Talente in Köln ausgebildet werden. Dank unserer gemeinsamen Förderung hatten auch drei Tänzerinnen des Studiengang Tanz die Möglichkeit ihr Können unter Beweis zu stellen, was ihnen eindrucksvoll gelungen ist: Corinna Didjurgeit, Anne Jung und Miriam Wick tanzten die Choreografie "Dub Version" von Vera Sander, der derzeitigen Leiterin des Studiengang Tanz. Im Anschluss daran war Anne Jung noch einmal mit der Choreografie "Move on to my own" von Emauele Soavi (movingtheatre.de) zu sehen.
Das zahlreiche Publikum war begeistert und der Studiengang Tanz hat bewiesen, dass auch er einen festen Platz auf einer Biennale verdient hat, die jungen Talenten von Kölner (und Düsseldorfer) Hochschulen eine öffentliche Plattform bietet. Somit freuen wir uns, dass wir dazu unseren Teil beitragen konnten.

23. Juli 2008 - Rambert Dance Company

Zum Ende der Saison besuchten wir gemeinsam noch ein außergewöhnliches Gastspiel in Köln - den Auftritt der Rambert Dance Company. 1926 von Marie Rambert gegründet, ist sie Großbritanniens älteste Tanzkompanie und das Flaggschiff des Landes für zeitgenössischen Tanz.
Uns wurde ein dreiteiliges Programm geboten: SCRIBBLINGS von Doug Varone (USA), im Februar 2008 uraufgeführt, der Klassiker SWANSONG von Christopher Bruce, eines der ganz großen und immer wieder nachgefragten Stücke der Rambert Dance Company aus dem Jahre 1987 und Mark Baldwins von Albert Einstein beeinflusster Choreografie CONSTANT SPEED von 2005.
Bei schönem Wetter haben wir den Abend gesellig auf der Terrasse des Domhotels ausklingen lassen und noch viel über die Qualität und den Inhalt der unterschiedlichen Choreografien diskutiert.

21. Juni 2008 - Offene Probe einszwei@.... von Ilona Pászthy

Die tanzsociety traf sich zum Sommeranfang in der Wachsfabrik mit ihrem wildromantischen Garten zu einer Tanzprobe.
Die Kölner Choreografin Ilona Pászthy hatte uns eingeladen, nach nur 3 1/2 Wochen Probenzeit Einblick in ihre neue Tanzproduktion zu gewinnen, die im August in der Alten Feuerwache aufgeführt wird.
Das Stück ist der 2. Teil einer Trilogie um die Kommunikation und widmet sich diesmal dem Thema der Kommunikation zwischen Lebenspartnern. Das Konzept sieht vor, dass nicht nur die beiden Tänzer in je einem Raum agieren, der durch eine Videowand getrennt ist, sondern auch das Publikum in beiden Räumen die Aktionen verfolgen kann. Die Videoinstallation besteht aus vorproduzierten Videos und Projektionen der jeweils im anderen Raum stattfindenden Tänze. Damit sieht das Publikum stets alles.

24. April 2008 - "Kolam" pretty ugly tanz köln

Ein Kolam ist ein verschlungenes Muster, das viele Frauen in Südindien täglich mit Reismehl in den Eingangsbereich ihres Hauses zeichnen. Kolams dienen nicht nur als Dekoration, im ursprünglichen Sinne sollen sie auch mentale Disziplinen fördern. So interpretiert man die Punkte oft als Symbole für die Aufgaben des Lebens, während die kunstvollen Linien die Lebensreise darstellen. Schöne Kolams gelten als Ausdruck für Anmut, Geschicklichkeit und Disziplin der Frau.
Drei Tänzer/innen von pretty ugly - Emi Miyoshi, Michael Maurissens, Ruben Reniers - stellten unter diesem Thema ihre neuen künstlerischen Arbeiten im Arkadas Theater vor. Sie beschäftigten sich mit sozialen und kulturellen Themen und bedienten sich unterschiedlicher Medien wie Video und Zeichnungen.

18. April 2008 - "SHOTS - THREE CONSCIOUS NIGHTMARES" movingtheatre.de

Das Ensemble movingtheatre.de, das mit dem Kölner Tanzpreis 2006 ausgezeichnet wurde, ist uns von vielen Auftritten, u. a. auch im KunstSalon im Mai 2007, gut bekannt.
Zum Anlass ihres 5-jährigen Bestehens planten sie vom 16. bis zum 20. April ein Tanzfestival in Köln. Dieses förderungswürdige Engagement wurde auch von der tanzsociety und vom KunstSalon tatkräftig unterstützt, so dass wir natürlich auch besonders herzlich dazu einladen. Neben verschiedenen Schauspielproduktionen im Freien Werkstatt Theater war am 18. April die Uraufführung der Tanzproduktion SHOTS der beiden Choreographen Massimo Gerardi und Emanuele Soavi zu sehen:
„Drei Choreographien über das Irrationale in uns. Eine Performance auf den Spuren des Surrealismus.
Mit SHOTS setzen wir die in den letzten drei Jahren erfolgreich begonnene Suche nach Verbindung von Sprache und Tanz, nach persönlich-emotionalen und sozialen Folgeerscheinungen der Sinneswahrnehmung mit gesellschaftlicher Relevanz fort.
Und wie immer steht im Zentrum der hochqualitative Tanz."

12. April 2008 - Hubbard Street Dance Chicago

Unser Programm für die Tanzsaison 2007/2008 umfasste bisher Aufführungen europäischer Kompanien: Pina Bausch, Martin Schläpfer / ballettmainz, Vera Sander, dem movingtheatre.de, John Neumeier / Hamburg Ballett und Heinz Spoerli / Zürcher Ballett und natürlich unseren Auftakt mit den grandiosen Kanadiern von La la la Human Steps. Dies war Grund genug, mal wieder westwärts zu schauen: die Neusser Tanzwochen boten dazu mit einer Aufführung der Hubbard Street Dance Chicago  eine gute Gelegenheit. Diese Company ist ein Garant für temperamentvollen Tanz auf höchstem Niveau unter dem Leiter Jim Vincent. Die Spannbreite seiner Choreografien reicht vom Ballett bis hin zu amerikanischen Musicals und brisantschneidigen Stücken.

1. März 2008 - pretty ugly tanz köln "untiteled passages" 

Die Mitglieder der tanzsociety erwartete in der Halle Kalk ein zweiteiliger Tanzabend:
untitled ...twice wurde von Thomas Zamolo erarbeitet, der bei dem Cullberg Ballett in Stockholm tanzt und auch für diese company bereits choreografiert hat.
„'KIDS GAME' ist meine Hauptinspiration für diese Arbeit.... Es gilt unsere kindliche Unvoreingenommenheit auf der Bühne wie auf einem Spielplatz lebendig werden zu lassen und unserer Erziehung, unseren geschulten Bewegungs- und Bewußtseinsmustern zu trotzen".
Meidosems ist ein Duett von Amanda Miller zu John Cages Sonatas and Interludes for Prepared Piano. Die Uraufführung fand 1995 während des Holland Dance Festivals statt.
„Sie haben Handschuhe an, wenn sie sich begegnen. Im Handschuh findet man eine Hand, einen Knochen, einen Degen, einen Bruder, eine Schwester, ein Licht - das kommt auf die Meidosemen an, auf die Tage, auf die Lage. Im Munde findet man eine Zunge, einen Appetit, Worte, eine Süßigkeit, das Wasser im Brunnen in der Erde. Das kommt auf die Meidosemen an, auf die Tage, die Lage. Im Dom ihres Mundes lassen die Meidosemen auch Fahnen flattern." (Henri Michaux)

29. Februar 2008 - Zürcher Ballett 

Am 29. Februar war das Zürcher Ballett mit einem besonderen Programm in Leverkusen zu sehen. Gezeigt wurden vier Arbeiten unterschiedlicher Choreographen. Seit 1996 leitet Heinz Spoerli das Zürcher Ballett und damit begann eine große Erfolgsgeschichte. „Das Zürcher Ballett zählt heute fraglos zu den besten Ballettkompagnien Europas und wohl auch der Welt; seine Solisten suchen ihresgleichen», schreibt die Presse.
Seine Werke trugen zu ihrem Ruhm bei, aber auch die internationalen Verbindungen, die Spoerli aufbaut, in dem er Stars wie Hans van Manen, Jiři Kyliáns und William Forsythe einlud, ihr Repertoire mit dem Zürcher Ballett einzustudieren. 

Ein grossartiger Tanzabend! 

17. Februar 2008 - FIRST/LOVE/LAST - Probenbesuch

FirstLoveLastSeit mehr als 10 Jahren veranstaltet Suheyla Ferwer eine Benefiz-Gala zu Gunsten der Aidshilfe, die durch den neuen Kooperationspartner, das Kulturforum in Herz Jesu, nun an mehreren Terminen stattfinden kann. Erstmalig in diesem Jahr ist der Choreograf Rick Kam beteiligt, der uns gerade noch mit seinem Tanz im Microsoft-Rohbau im Rahmen von „Musik in den Häusern der Stadt" begeistert hat.
Das Stück, das frei nach Romeo und Julia konzipiert ist, wird von Laien zwischen fünf und achtzig Jahren gestaltet. Es spielt bewusst mit der Abgrenzung zwischen Bühne und Zuschauerraum. Die Darsteller treten aus den Reihen des Publikums hervor und beziehen das Publikum aktiv in die Vorstellung ein.
Dieses Projekt versteht sich als Beitrag für ein humanes Miteinander der Generationen. Davon konnten sich die Mitglieder der tanzsociety überzeugen, als ihnen ein Einblick gewährt wurde in die spannende Probenarbeit mit so vielen unterschiedlichen Altersgruppen und Charakteren. 

Foto: Klaus Hemmersbach (bei der Aufführung in der Herz Jesu Kirche)  

10. Januar 2008 - Hamburg Ballett

Der Choreograf John Neumeier ist seit 1975 Leiter des Balletts der Hamburgischen Staatsoper. 1942 in Milwaukee geboren, begann er seine Ballettausbildung in seiner Heimatstadt, wechselte dann nach Chicago und London. 1963 wurde er von John Cranko als Tänzer ans Stuttgarter Ballett engagiert, wo er auch zu choreografieren begann. Mit 27 Jahren wurde er zum Ballettdirektor in Frankfurt berufen und choreografierte den Feuervogel (Stravinsky). Typisch für Neumeiers Schaffen ist, dass er auf der festen Basis des klassischen Vokabulars sich immer ein Stückchen in Richtung Moderne bewegt.Wir sehen von Mitgliedern des Hamburg Ballett zusammen mit Eleven der Ballettschule Hamburg Auszüge aus „Des Knaben Wunderhorn", choreografiert von John Neumeier zur Musik von Gustav Mahler. Diese Aufführung wurde von dem Bundesjugendorchester unter der Leitung von Klauspeter Seibel begleitet. 

 

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