Rückblick 2012
28. April
"Im Angesicht der Moderne" - Exklusive Führung durch das Tanzmuseum
Erstaunlicherweise haben trotz des Sommerwetters mehr als 20 Mitglieder die Führung durch die Ausstellung "Im Angesicht der Moderne - Die Magie des Tanzes 1900 - 1932" besucht.
Der Kurator und stellvertretende Leiter des Archivs, Thomas Thorausch, hat mit großer Empathie über die Entstehung des Tanzarchivs erzählt und über die Auswahl der Exponate berichtet. Er hat Verbindungen des Tanzes zur bildenden Kunst und auch zur Musik, die manchmal ganz bewusst weggelssen wurde, aufgezeigt.
Im Anschluss an die Führung gab es noch ein Bonbon: "Coffee with Pina", ein Film von Lee Yanor aus Israel in der Langfassung von 51 Minuten, mit Szenen, die von Pina Bausch selbst ausgesucht wurden. Diese Fassung besticht nicht nur durch die Tanzfregmente aus den Stücken Aguà und Rough Cut, sondern vor allem aus den Tanzsenen, in denen Pina Bauch vor Spiegeln Bewegungen für die Stücke entwirft und selbst tanzt.
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31. März, 19.30 Uhr
Gemeinsamer Besuch „Ödipus / Bêt Noir“ mit anschließendem Gespräch mit Wim Vandekeybus und Mitgliedern des Ensembles
Der Schauspieler, Choreograf, Regisseur und Fotograf Wim Vandekeybus beschäftigt sich in „Ödipus / Bêt Noir“ bereits zum dritten Mal (nach „Bêt Noir“ 2006 und „Black Biist“ 2009) mit der höchst eigenwilligen „Ödipus“-Überschreibung von Jan Decorte. Im Februar feierte er am Schauspiel Köln die Deutschlandpremiere seiner Inszenierung, die er zusammen mit acht Tänzern, vier Schauspielern des Kölner Ensembles und drei Musikern, darunter der Bluesmusiker Roland Van Campenhout, erarbeitet hat – die Titelrolle tanzt und spielt Wim Vandekeybus selbst.
Die Gründung seiner Kompanie „Ultima Vez“ im Jahr 1986 war der Beginn einer Weltkarriere: Seither choreografierte Vandekeybus mehr als zwanzig Produktionen, annähernd so viele Film- und Videoarbeiten und tanzt in den meisten selbst mit, wobei Musik von Anfang an ein starker Einfluss ist - er arbeitet unter anderem mit Peter Vermeersch, Thierry De Mey, David Byrne, Marc Ribot und David Eugene.
„Ich mag keine Tänzer, die in Theaterstücken nur zeigen, dass sie Tänzer sind. Aber ich mag Tänzer, die in einem Tanzstück frisch schauspielen. „Ödipus / Bêt Noir“ ist weder das Eine noch das Andere und doch beides zugleich. […] Ein Drama so simpel und doch mit kompliziertem Unterton, der es öffnet in unendliche Formen der Imagination und Interpretation. Ohne Zweifel ist die Sprache von Jan Decorte genial. Sie schafft nicht nur einen sehr direkten Kontakt zu den Charakteren, sondern ist zugleich sehr physisch und gräbt sich in die rohe Essenz der Dinge, in der jedes Wort zählt.“ (Wim Vandekeybus)
Foto © Danny Willems
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4. März 2012
"24CC - Angles of Incidence" in Kooperation mit der KunstSalon-Stiftung
"24 CC“ lässt „Cinematische Choreografie“ für jeweils 24 Stunden in Köln, Madrid und London entstehen. Die Serie untersucht räumliche und kreative Potentiale einer sich ständig wandelnden Umgebung zwischen Architektur, Tanz, Film, Design, Fotografie, Mode und Kunst. Initiiert wird dieses Projekt von der Londoner Architektur- und Designuniversität AAIS in Zusammenarbeit mit der Kölner Hochschule für Musik und Tanz und der KunstSalon-Stiftung. Kölner Musiker, Tänzer und Architekten entwickeln zusammen mit Londoner Produzenten und Choreografen in einem Workshop musikalische und choreografische Ansätze in Auseinandersetzung mit kreativen Raumkonzepten von Studenten der AAIS. Die Ergebnisse des Workshops werden zum Abschluss in experimenteller Weise im KunstSalon aufgeführt und resümiert. Die weiteren 24-Stunden-Events mit den Kölner Künstlern sind am 19./20. Mai in Madrid und im September in London zu sehen.
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29. Februar 2012
Premierenbesuch "Serenade me" MichaelDouglas-Kollektiv
Das MichaelDouglas Kollektiv wurde von der Zeitschrift tanz 2011 als Hoffnungsträger der europäischen Tanzwelt bezeichnet. Gegründet 2009, nach der Auflösung von pretty ugly tanz, arbeitet es seit Jahren erfolgreich mit Gastchoreografen zusammen: Diesmal wieder mit Georg Reischl, den wir zu einem jour fixe im KunstSalon vor zwei Jahren kennen gelernt haben.
Georg Reischl geht Tschaikowskys „Serenade für Streicher in C-Dur“ und deren Rezeptionsgeschichte auf den Grund. Er bezieht sich damit auf die berühmte Choreografie von George Balanchine von 1934. Auf dieser Basis entwickelt er eine eigene zeitgenössische Interpretation.
Die zweite Choreografie des Abends wurde von Vivienne Newport gestaltet, die vielen sicher als Ensemblemitglied von Pina Bausch bekannt ist. Vivienne Newport setzt sich mit Liebesliedern der Popmusik auseinander und mit den Gefühlen, die selbst eine einzige Textzeile auslösen kann. Sie verwebt persönliches Material von Improvisationen zu Tanzszenen.
Foto: © Martin Miseré
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25. Februar 2012
„LOSS OF CONTROL // Café Jolles”, 687performance
Seit über 20 Jahren werden alljährlich die Kölner Tanz- und Theaterpreise an die besten Inszenierungen der freien Szene durch die SK Stiftung Kultur verliehen. Dank großzügiger privater Förderer stiftete im vergangenen Dezember erstmals die tanzsociety den Kölner Tanztheaterpreis 2011. Der mit 5.000 € dotierte Preis wurde von der Jury bestehend aus Melanie Suchy, Thomas Linden und Dr. Rita Kramp an die Produktion „Loss of Control // Café Jolles“ vergeben. Nachdem beim jour fixe im Dezember der Tuba-Spieler Karl Ludwig Hübsch bereits einen musikalischen Eindruck des Stücks vermittelt hat, ist die Inszenierung von 687performance in der Regie von André Jolles, Yoshiko Waki und Tuong Phuong nun endlich wieder auf der Bühne zu erleben! Dr. Rita Kramp lobte in ihrer Laudatio "die streckenweise unerträgliche Körperlichkeit der Tänzer, die […] tief in das Chaos von Gefühlswelten, Abhängigkeiten, Verlust und Untergang führt. […]Den präzise agierenden Darstellern gelingt es in ausdrucksstarken Bildern, berührenden Situationen und heftigen Aktionen eine Choreographie zu erarbeiten, die den Zuschauer nicht nur auf ästhetischer bzw. intellektueller Ebene herausfordert, sondern auf emotionaler Ebene tief bewegt. Dabei überzeugen die Tänzer bzw. Choreographen André Jolles, Yoshiko Waki and Tuong Phuong durch ihre energiegeladene Präsenz und differenzierte Körpersprache, die neben aggressiven Ausbrüchen auch behutsame, fast zarte Momente und humorvolle Szenen zu bieten hat.“
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18. Januar
Gauthier Dance - Besuch der Internationalen Tanzwochen Neuss
Gauthier Dance ist eine Erfolgsgeschichte der besonderen Art: dem Choreographen, Tänzer und Musiker Eric Gauthier ist es gelungen, neben dem Stuttgarter Ballett - dem „Deutschen Ballettwunder der 60er Jahre“ - eine erfolgreiche eigene Kompanie aufzubauen. Anspruchsvolle Choreographien, getragen von originellen Ideen, Humor und hohem tänzerischen Niveau sind das Markenzeichen von Gauthier Dance und sorgen für ausverkaufte Vorstellungen und Euphorie bei Publikum und Presse. Zu den Internationalen Tanzwochen in Neuss brachte Gauthier ein abwechslungsreiches Programm aus seinen eigenen Stücken und Werken anderer Choreografen mit: Das abwechslungsreiche Programm „Lucky Seven“ besteht u.a. aus Stücken von Paul Lightfoot & Sol León, Mauro Bigonzetti.
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15. Januar
"West Side Cologne" - Benefiz-Gala zugunsten der Aidshilfe Leverkusen/ Köln
Zum Jahresbeginn sind wir traditionell bei einer ganz besonderen Vorstellung in Leverkusen zu Gast. Bereits seit 1991 unterstützt die Tänzerin und Choreografin Suheyla Ferver durch Benefizaufführungen die Aidshilfen der Städte Köln und Leverkusen und feierte Anfang 2011 die zwanzigjährige Patenschaft mit einer großen Gala im Forum Leverkusen. Auch 2012 wurde diese Tradition fortgeführt: Suheyla Ferwer (Choreographie/Tanz), Dirk Heinrichs (Schauspiel) und Arthur Horváth (Musik) haben gemeinsam mit 38 Schülern von 5 Kölner Haupt- und Gesamtschulen sowie dem Suheyla Ferwer Tanztheater inspiriert von der Westside Story ein 55-minütiges Musical auf die Beine gestellt. Neben ihrer eigenen Kompanie sind auch zwei Solisten des „Aterballetto“ auftreten. Dieses Ensemble aus Italien ist uns durch Gastspiele in Köln und den jour fixe im Januar 2010 im KunstSalon vertraut. Eingeladen war außerdem die „Tanzmoto Dance Company“ aus Essen als Special Guest mit „Association_02". Die Benefiz-Veranstaltung wird seit Jahren von der KunstSalon-Stiftung gefördert.
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