Im Rahmen unserer Reihe „Was man sonst nicht sieht: Fokus Kunstbetrieb“ führt uns unser Entdeckungsdrang im September ins Museum für Ostasiatische Kunst, dessen beeindruckende Sammlung u.a. Holzschnitte, buddhistische Malerei und Skulptur und natürlich auch Porzellan beinhaltet – aber auch zahlreiche Papierarbeiten. Da liegt es nahe, eine Expertin im Haus zu haben: Die im Museum ansässige Papierrestauratorin Anna Hillcoat-Imanishi öffnet uns die Türen zur Restaurierungswerkstatt und berichtet über Ihr Tun. Sie wird uns über Maltechnologie, Pigmente Ostasiatischer Malerei oder Japanische Drucktechnologie berichten und unsere Fragen zu Ihrer Arbeit beantworten.
Anna Hillcoat-Imanishi hat nach Ihrem Studium der Restaurierung Südostasiatischer Malerei auf Papier drei Jahre lang in Liverpool am Victoria und Albert Museum gearbeitet, es folgten neun Jahre in Tokio, wo sie japanisch und Tuschemalerei gelernt hat. Nach dem Einsturz des Historischen Archivs in Köln beteiligte sie sich sieben Jahre lang an den umfangreichen Restaurierungsarbeiten, zuletzt als Teamleitung für restauratorische Vergaben und Drittmittel. Seit 2019 ist Anna Hillcoat-Imanishi am Museum für Ostasiatische Kunst als einzige Restauratorin.
FOTO: © MOK Köln / Alexandra Malinka, Düsseldorf