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»DIE REVOLUTION LÄSST IHRE KINDER VERHUNGERN«

»DIE REVOLUTION LÄSST IHRE KINDER VERHUNGERN«

In den Jahren 1932/33 ereignete sich eine der größten humanitären Katastrophen des 20. Jahrhunderts: Der »Holodomor« (Mord durch Hunger) − ein wenig bekanntes Verbrechen der Sowjetunion in der Ukraine, bei dem mehrere Millionen Menschen verhungerten. Die Hungersnot war die Folge der Zerstörung der Landwirtschaft durch die erzwungene Kollektivierung. Die Regierung unter Stalin schaute zu, nutzte den Hunger, um den Widerstand der ukrainischen Bäuerinnen und Bauern zu brechen und die bolschewistische Macht in den Dörfern zu etablieren, während sie das Geschehen vor der Welt verbarg. Erst seit den 1990er-Jahren ist eine historische Forschung zum Holodomor möglich.

Die Performer*innen erzählen mithilfe von Zeug*innenaussagen, journalistischen Berichten sowie staatlichen Stellungnahmen gegen das Vergessen an. Inspiriert von sowjetischen Geschichtspanoramen erscheinen visuelle Kontexte aus Bildern und Zeitachsen, welche die politischen und persönlichen Hintergründe aufzeigen. Es entsteht ein theatrales Panoramabild, rhythmisiert durch elektronische Sounds und Live-Gesang, das die Manipulation von Geschichte erlebbar macht.

Dieses Stück ist eine Produktion von Futur3 und dem Schauspiel Köln. Wir freuen uns darauf, dass uns der Künstlerische Leiter André Erlen und Mitglieder des Kollektivs, das in diesem Jahr den KunstSalon-Theaterpreis gewonnen hat, vorab von der Zusammenarbeit mit dem Schauspiel erzählen und uns mit Hintergründen zum Stück eine Einführung geben. Zum Abschluss werden wir nach der Aufführung noch im Offenbach auf ein Getränk zusammen kommen.

Foto: Pavlo Yurov

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