Der 1976 in West-Berlin geborene Lars Eidinger ist Schauspieler. Schon in der Oberschule besuchte er die Theater-AG und in den 1980er Jahren machte er erste professionelle Erfahrungen als Kinderdarsteller der SFB-Jugendsendung Moskito. Von 1995 bis 1999 machte er an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch eine Schauspielausbildung.
Eidinger hielt sich zunächst hauptsächlich an das Theater und wurde 2000 Teil des Ensembles der Berliner Schaubühne, wo er sich in den folgenden Jahren den Namen als einen der prägendsten Darsteller der Schaubühne machte. Er spielte in Stücken wie Ibsens Nora (2002/2004), William Shakespeares Troilus und Cressida (2005), Ein Sommernachtstraum (2006) und Hamlet (2008) mit. 2008 inszenierte er als Regisseur mit Studierenden der Hochschule Ernst Busch Schillers „Die Räuber“. 2011 arbeitete Eidinger zusammen mit dem argentinischen Regisseur Rodrigo Garcia an dessen Text „Soll mir lieber Goya den Schlaf rauben als irgendein Arschloch“. 2013 inszenierte er an der Schaubühne „Romeo und Julia“. Immer wieder war er an kleineren Projekten in Film und Fernsehen beteiligt. Er hatte z.B. Gastauftritte in Serien, war an Kurzfilmen beteiligt, hatte 2007 dann sein Spielfilmdebüt mit einer Nebenrolle in „Drama Effect“, spielte ein paar kleinere Rollen im Fernsehen und hatte schließlich 2009 mit dem Film „Alle anderen“ seinen Durchbruch als Filmschauspieler.
Außerdem hat Eidinger in 5 Hörbüchern mitgewirkt und ist auch als Musiker und DJ tätig. Er hat Auftritte als DJ und schrieb ebenfalls schon Musik für Filme. 2019 wirkte er in vier Musikvideos der Band „Deichkind“ mit. Er arbeitet mit bildenden Künstlern zusammen und hatte 2019 seine erste Einzelausstellung „Autistic Disco“ als Fotograf und im Jahr darauf erschien ein Buch von ihm unter demselben Namen. 2023 wurde der Fotoband „O Mensch“ veröffentlicht. 2020 veröffentlichte er zusammen mit dem Modedesigner Philipp Bree eine Tasche.
Eidinger ist neben der Schauspielerei Dozent and der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Mitglied der Deutschen Filmakademie und der Berliner Akademie der Künste. Auszeichnungen erhielt er in den Bereichen Schauspiel, Fernsehen, Film und Hörbuch.
Zu Gast im KunstSalon war er 2017 bei der Preview „Die Blumen von gestern“.