Am 26. April jährt sich die Tschernobyl-Katastrophe zum 40. Mal. Und nicht nur das – Im Angesicht von Kriegen, Konflikten und Klimawandel stellen sich Fragen zur Verantwortbarkeit der Nutzung von Atomkraft neu. Gründe genug ,diese interaktive Inszenierung von 2021 erneut zu zeigen und die Thematik gemeinsam mit dem Publikum zu verhandeln. Zuschauer:innen können ihre Gedanken vor Ort in Echtzeit mit dem Smartphone direkt auf die Bühne senden und so aktiv den Diskurs gestalten. Die Inszenierung entsteht so immer wieder neu.
Zwei Störfälle an einem Tag. Eine kollektive und eine individuelle Katastrophe – Eine Explosion im Kernkraftwerk und eine riskante Operation am Gehirn des Bruders der Erzählerin. Wolfs Erzählung schildert den Einbruch des Unfassbaren in das menschliche Leben. Die Handlung beschränkt sich auf einen einzigen Tag, gefüllt mit alltäglichen Tätigkeiten in Haus und Natur. Die Gedanken umkreisen Ursachen und Folgen beider Störfälle, die das Potential haben, alles zu ändern. Große Fragen des Menschseins werden ganz nah am Individuum verhandelt
Die Inszenierung verwebt Hörspiel, Schauspiel, Tanz und Videokunst. Die Zuschauer:innen können ihre Gedanken mit dem eigenen Smartphone vor Ort live auf die Bühne schicken und so Teil der Inszenierung werden.
Die Inszenierung entstand im Eindruck der Unwetterkatastrophen in NRW im Sommer 2021. Sie führen die Folgen des menschengemachten Klimawandels nun direkt vor unsere Haustür. Sie offenbaren die Notwendigkeit, umzudenken und umfassende Veränderungen von Handlungsmaximen zu verwirklichen. Sind Politiker bereit, „nur weil jetzt ein solcher Tag ist“ (A. Laschet), die Politik zu ändern? Und die einzelnen Menschen? Fühlen sie sich verantwortlich? Welche Anstrengungen sind sie bereit, auf sich zu nehmen? Welche Wirksamkeit kann das Individuum überhaupt erzielen? Ist der Mensch, der menschliche Geist, das menschliche Gehirn überhaupt in der Lage, im Einklang mit der eigenen Spezies, der Umwelt zu leben?
Termine:
Freitag, 24.04.26 20:00 Uhr
Samstag, 25.04.26 20:00 Uhr
Sonntag, 26.04.26 18:00 Uhr
Weitere Informationen und Tickets finden Sie hier.
FOTO: Klaus Wohlmann | © %2021 by disdance project