Rückblick: jour fixe soirée_Kunst im öffentlichen Raum

By Sirkka Muth Juni 12, 2017

Kunst im öffentlichen Raum richtet den Blick auf das Leben in der Stadt, generiert sich aus ihr und gestaltet sie sozusagen in ganz neuen Formen und Formaten „von unten“: politische Bewegungen wie „Recht auf Stadt“, „Occupy“ oder „Reclaim your City“ gehören genauso dazu wie Urban Gardening, Urban Art, Street Art oder Graffiti. Wer mit offenen Augen durch Köln läuft, dem begegnen Street Art, Graffiti und andere kreative Interventionen fast überall. Große Gemälde auf Fassaden und Mauern, kleine Sticker, „Stencils“ und „Paste-ups“ auf Stromkästen und Laternenpfählen – all das und noch viel mehr gibt es im Kölner Stadtbild zu erleben. Und nicht zuletzt das „CityLeaks Urban Art Festival“ macht Köln zum Hotspot für die Szene.

Was genau sich hinter diesen Konzepten und Begrifflichkeiten sowie dem Festival verbirgt, welche Freiheiten und Grenzen „Kunst im öffentliche Raum“ aufweist und wie und wo man Kunst im öffentlichen Raum in Köln erleben kann – darüber diskutierte die Moderatorin Mia Sophia Bilitza bei unserem jour fixe im Juni mit Iren Tonoian (Mitglied der Festivalleitung von CityLeaks Köln, einem der bedeutendsten Urban Art Festivals weltweit), Carola Willbrand (Performancekünstlerin im Festival) und Semor (Street Artist im Festival). Nach einem spannenden Gespräch auf der Bühne blieben die Künstler/-innen auch im Anschluss noch auf ein Glas Wein im KunstSalon und erzählten in kleinen Runden über ihre Arbeit im Stadtraum, welche vor allem Wahrnehmung verändern, aktivieren und auch provozieren soll, sowie über den ständigen Kampf um Raum und Wände für ihre Kunst – ein sehr spannender, bunter und aktueller Abend. 

„Der jour fixe hat mich stark positiv beeindruckt. Drei sehr unterschiedliche Akteurinnen/Akteure, die sich in ihren Beiträgen blendend aufeinander einstellten und ergänzten. Drei Positionen, die ich sonst nicht kennengelernt hätte. Eine gute Moderation im angenehmen Ambiente des KunstSalon, ein ungemein lebendiger Abend. Aus meiner Sicht ein wichtiger Beitrag, der zur Eroberung öffentlichen Raumes ermuntert.“
– Hartmut Misgeld (Freund des KunstSalon)

„Die Mischung der Künstler/-innen und Kulturschaffenden auf der Bühne war großartig – man konnte über die unterschiedlichen Perspektiven Zugänge zu Urban Art, Street Art und Performance gewinnen und im Anschluss an das Künstlergespräch bei einem Kölsch weiter quatschen und netzwerken. Insgesamt ein beeindruckender Abend in einem tollen Raum mit interessanten künstlerischen Neuentdeckungen!“
– Ann Katrin Harnisch (Mitglied der tanzscoiety)

„Ein bereichernder und politisch aktueller Abend – spannend für jeden Urban Art Fan und Neuling! Über Kunst und Kultur in so entspannter, persönlicher Atmosphäre zu diskutieren ist schon sehr besonders. Ich komme wieder!“
– Lisa Micka (Gast im KunstSalon)

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Fotos: Jana Bütow