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Kunstsalon Theaterpreis

KunstSalon-Theaterpreis 2022
Wer wird gewinnen?

Am 24.Juni 2022 findet in der tanzfaktur unser 6.KunstSalon-Theaterpreis statt!

Drei Produktionen von drei freien Theatergruppen sind nominiert und damit im Rennen um den ersten Preis in Höhe von 5.000 Euro. Für den zweiten und dritten Platz gibt es ein Preisgeld in Höhe von 3.000 und 2.000 Euro.

Wir freuen uns sehr, die nominierten Produktionen bekannt zu geben!

Kollektiv Spiegelberg
Die sieben Gehenkten (nach nach L. Andrejew)

Die Kurzgeschichte „Die sieben Gehenkten“ von Leonid Andrejew eröffnet unterschiedliche Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt von sieben zum Tode verurteilten Menschen. Es geht um Isolation, Angst, Selbstaufgabe. Es geht aber auch um Selbstüberwindung, Vertrauen und Freiheit. Spiegelberg entwickelt daraus hervorgehend eine immersive Theater-Sound-Installation zum Thema Tod und Sterblichkeit im Kirchturm der Kölner Lutherkirche.

Im Zuge der Pandemie wurde der Tod schlagartig von einem eher privaten zu einem alltäglichen, gesellschaftlichen Thema. Der Tod ist abstrakt, so auch unser Verhältnis zu ihm. Er isoliert und verbindet. Er betrifft uns alle, doch wir verhandeln ihn oft allein. Auch die sieben auf den Tod wartenden Figuren in Leonid Andrejews Erzählung sind in ihren Zellen isoliert und konfrontiert mit der Unausweichlichkeit ihres Todes. Ihr dringendes Bedürfnis, sich ihren nahenden Tod begreifbar zu machen und sich ihm gegenüber zu verhalten, inspiriert und provoziert Spiegelberg zu einer Reaktion, einem künstlerischen Versuch der aktuellen Ohnmacht etwas Lebendiges entgegenzusetzen.

In Kooperation mit LTK4 – klangbasierte Künste
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln

Foto: Gerhard Richter

www.weristspiegelberg.de

Kollektiv Spiegelberg: „Die sieben Gehenkten“
1934 – STIMMEN-Eine Produktion von Futur3 – freies Theaterkollektiv Köln in Zusammenarbeit mit Freihandelszone – Ensemblenetzwerk Köln ©Martin Rottenkolber

Futur 3
1934-STIMMEN

Die Bewegung ist jung, der Frontmann charismatisch. Herzen und Köpfe fliegen ihm zu. Der Eintritt in die Partei? Ehrensache. Die NSDAP wächst zur mitgliederstärksten Partei der deutschen Geschichte. Was geht da vor in diesem Land? Was denken und fühlen diese Deutschen? Fragen, die der US-Soziologe Theodore Abel 1934 durch ein Preisausschreiben beantworten wollte. Rund 700 autobiografische Aufsätze von Nazis der ersten Stunde gingen bei ihm ein.

Futur3 blickt zurück und stellt sich der Frage, wer die Menschen waren, die die historische Nazi-Bewegung unter Einsatz sämtlicher Mittel systematisch vorangetrieben haben. Befragt wird damit auch unsere Gegenwart: Welche Lebenswege führen in die Radikalisierung? Und wie entstehen aus einem individuellen Unbehagen in der Gesellschaft neue politische Mehrheiten, die ein demokratisches System zu stürzen in der Lage sind?

Eine Produktion von Futur3 – freies Theaterkollektiv Köln in Zusammenarbeit mit Freihandelszone – Ensemblenetzwerk Köln
Mit freundlicher Unterstützung von:
Kunststiftung NRW, Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

Foto: Martin Rottenkolber

www.futur-drei.de

disdance project: „Störfall“ (eine Inszenierung nach Christa Wolf) Foto: Klaus Wohlmann

disdance project
Störfall (eine Inszenierung nach Christa Wolf)

Zwei Störfälle an einem Tag. Ein Reaktorunglück und eine Gehirn-OP. Es entfaltet sich ein innerer Monolog, der in eine lustvolle Suche nach unserer Verantwortung als Menschen führt. Das Stück spannt den Bogen von Tschernobyl bis in heutige Krisen und fordert das Publikum zur Selbstbefragung heraus. Sind wir bereit, alles zu ändern, nur weil heute so ein … ?

Die Inszenierung verwebt Hörspiel, Schauspiel, Tanz und Videokunst. Die Zuschauer*innen können ihre Gedanken mit dem eigenen Smartphone vor Ort live auf die Bühne schicken und so Teil der Inszenierung werden.

Es gibt eine Darstellerin auf der Bühne – die Protagonistin. Die Erzählung wird auf drei Ebenen inszeniert, die unterschiedliche Medien nutzen und miteinander verschränkt werden.

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln, NRW Kultursekretariat, Ministerium für Wissenschaft und Kultur NRW und Rheinenergie Stiftung

Foto: Klaus Wohlmann

www.disdanceproject.de

Programm
Theaterpreis

Am 24. Juni, ab 19.00 Uhr, findet in der TanzFaktur unser 6. KunstSalon-Theaterpreis statt! Drei Produktionen von drei freien Theatergruppen sind nominiert und damit

KunstSalon-Theaterpreis
Aufführung des Gewinnerstücks aus dem Vorjahr (2021)
„Fractura“ von wehr51

Das Gewinnerstück aus dem Vorjahr (2021) „Fractura“ von wehr51 wird am Festivalabend in der tanzfaktur aufgeführt und im Anschluss der KunstSalon-Theaterpreis 2022 an die drei Gewinner vergeben.

Unseren Juror*innen sind in diesem Jahr:
Dorothea Marcus: Kulturjournalistin, Theaterkritikerin und ehem. Jurorin des Kölner Theaterpreises
Elisabeth Luft: freie Autorin und Theaterkritikerin
Thomas Dahl: freier Journalist, Dozent und Buchautor
Norbert Raffelsiefen: Journalist, Theaterkritiker und ehem. Juror des Kölner Theaterpreises

Der KunstSalon-Theaterpreis unterstützt die freie Kölner Theaterszene und stärkt das bürgerschaftliche Engagement für die Kulturszene Köln. Bereits jetzt danken wir den Förderern des Theaterpreises 2022.

Wenn auch Sie den Theaterpreis unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Projektspende!
Spendenkonto KunstSalon e.V. | Sparkasse KölnBonn
Verwendungszweck: KunstSalon-Theaterpreis
IBAN: DE40 3705 0198 0023 2720 32

Künstler:innen

Die Besonderheit des KunstSalon liegt in der spartenübergreifenden Kulturförderung und der Vielfalt an Gästen.

Aktuelles
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