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»TIERISCH WAS LOS!« IM MUSEUM ROLANDSECK MIT DER KÜNSTLERIN SASKIA NIEHAUS

»TIERISCH WAS LOS!« IM MUSEUM ROLANDSECK MIT DER KÜNSTLERIN SASKIA NIEHAUS

Mit der Künstlerin Saskia Niehaus betrachten wir genauer das Verhältnis von Mensch und Tier. Sie ist mit mehreren Werken in der Ausstellung vertreten und wird gemeinsam mit uns und der Kuratorin Dr. Susanne Blöcker die Tierwelt in der Kunstkammer Rau unter die Lupe nehmen. Die Exponate erzählen die spannungsreiche Beziehungsgeschichte zwischen Tieren und Menschen vom Altertum bis in die Gegenwart, von der ägyptischen Katzenmumie bis zur zeitgenössischen Fotografie.

Mythische Tierwesen tummeln sich in der Kunst der Antike und bevölkern die Altäre des Mittelalters. Sie sind zentrale Gestalten in Religion und Volksglauben, mal als helfender Gott, mal als gefürchteter Dämon oder als Begleitung von Heiligen. In solchen Darstellungen spiegelt sich die traditio­nell enge Bindung zwischen Tier und Mensch. Diese Beziehung ist ambivalent, geprägt von Liebe und Furcht, von kompro­missloser Inbesitznahme und der Akzeptanz eines nützlichen Helfers an menschlicher Seite.

Milchkühe, Schafe, Pferde und Hühner treten ins Rampenlicht barocker Bildbühnen. Das nicht gezähmte Wild bleibt dagegen Beute. Frisch erlegt, apportiert vom treuen Jagdhund, halten es die beliebten Jagdstillleben dieser Epoche fest. Auf den verführerisch bunten Küchenstücken des 17. und 18. Jahrhun­derts erscheint das Tier dagegen zunehmend fragmentiert. Gesichtslos, entindividualisiert wird es zur Ware.

Im Kontrast dazu werden Haustiere wie Hunde, Katzen und Pferde seit dem 18. Jahrhundert mehr und mehr zu unseren engsten Freunden und Begleitern. Diente der Windhund in klassischen Porträts dem Jagdherrn als Ausweis seines Adels, sitzt er nun als Gefährte und Schoßhund nahezu gleichberechtigt neben ihm.

Schlussendlich schlägt die Ausstellung auch den Bogen in die Gegenwart. Zum Beispiel mit der Kunst von Saskia Niehaus!

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